Dahme-Spreewald

Schwieriges Gurkenjahr: Landwirt aus Kasel-Golzig kämpft gegen Frost und Pilzbefall

Die Herausforderungen der diesjährigen Gurkenernte im Spreewald

In diesem Jahr gestaltet sich die Gurkenernte im Spreewald besonders schwierig, da Frost und Nässe den Pflanzen erheblich zugesetzt haben. Landwirt Gregor Knösels aus Kasel-Golzig (Dahme-Spreewald) steht vor der Herausforderung, die Verluste durch längere Erntezeiten wieder auszugleichen.

Die Nachttemperaturen waren in diesem Jahr so niedrig, dass das Wachstum der Gurken extrem beeinträchtigt wurde. Dadurch liegt die aktuelle Erntemenge bereits 20 Prozent unter den Erwartungen. Der feuchte Frühling brachte zudem den falschen Mehltau in die Bestände, was zu zusätzlichen Problemen führte.

Obwohl der Mehltau derzeit unter Kontrolle zu sein scheint, leiden die Pflanzen immer noch unter den Folgen des feuchten Bodens. Durch die mangelnde Ausbildung von Wurzeln haben die Gurken Schwierigkeiten, ausreichend Wasser zu transportieren, was zu einem deutlichen Stress für die Pflanzen führt.

Landwirt Knösels geht davon aus, dass die Gurkenernte in diesem Jahr aufgrund des verzögerten Wachstums länger dauern wird als üblich. Statt bis August könnten die Erntearbeiten voraussichtlich bis September andauern.

Ein weiterer Faktor, der die Gurkenproduktion beeinträchtigt, ist der gestiegene Mindestlohn. Da die Lohnkosten einen Großteil der Produktionskosten ausmachen, müssen die Preise für Gurken entsprechend angepasst werden. Dies könnte dazu führen, dass die Spreewaldgurke in Zukunft zu einer Delikatesse wird, da die Verbraucher aufgrund der höheren Preise weniger Gurken kaufen.

Die Herausforderungen der diesjährigen Gurkenernte im Spreewald zeigen, wie empfindlich die Landwirtschaft gegenüber Witterungseinflüssen und wirtschaftlichen Veränderungen ist. Trotz dieser Hindernisse hofft Landwirt Gregor Knösels darauf, dass die Gurkenpflanzen in den kommenden Wochen besser gedeihen und eine erfolgreiche Ernte ermöglichen.

NAG

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