Einzelfall|Satire

Einzelfall: „Kunstvoller Chaos am Jubiläumsplatz: Der chaotische Juwelenraub“

Es ist wieder passiert! Deutschland, das Land der gemütlichen Kaffeekränzchen und des akkuraten Ordnungssinns, wurde erneut von einer schockierenden Straftat erschüttert. Ein bislang unbekannter Täter hat sich am hellichten Tag in einem Juweliergeschäft bedient und dabei nicht nur Schmuck, sondern auch das Vertrauen der Bürger gestohlen.

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Dienstag gegen 14 Uhr in der Schwarzbachstraße. Wie soll man sich da noch sicher fühlen, wenn nicht einmal das Juweliergeschäft um die Ecke vor gewissenlosen Kriminellen geschützt ist? Man stelle sich nur vor, man betritt arglos den Laden, um sich nach einer neuen Uhr umzusehen, und schon wird man mit einem Messer bedroht. Es ist zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Man fragt sich natürlich, wie es zu solch einer Tat kommen konnte. Hat der Täter kein Gespür für Anstand und Moral? Oder sind es die Umstände, die ihn zu dieser Untat verleitet haben? Vielleicht hatte er schlechte Erfahrungen mit Juwelieren gemacht und beschloss, es selbst in die Hand zu nehmen. Oder noch besser, er sah einen Film, in dem Ganoven in schicken Anzügen Schmuckläden ausraubten und dachte sich: Warum nicht mal ausprobieren?

Es ist wirklich bewundernswert, wie einfach es für einen Einzelnen ist, in unserem scheinbar sicheren Deutschland ein Verbrechen zu begehen. Kein Wunder, dass sich da niemand mehr auf die Straße traut. Ja, lieber verbarrikadieren wir uns in unseren Wohnungen und hoffen, dass die böse Außenwelt uns nicht findet.

Und was macht die Polizei? Wahrscheinlich sitzen sie irgendwo in einem gemütlichen Büro und trinken Kaffee, während die Verbrecher frei herumlaufen. Was für eine Leistung! Vielleicht sollten wir ihnen zur Belohnung eine Tasse mit dem Aufdruck „Beste Polizei der Welt“ schenken. Oder besser noch, wir organisieren eine große Party in einem Juweliergeschäft, um die Beute des Täters zu feiern. Schließlich scheint es ja, als ob die Verbrecher immer die Oberhand haben.

Aber Moment mal, es gibt ja auch noch die tapferen Bürger, die sich trauen, etwas gegen die steigende Kriminalität zu unternehmen. Sie rufen die Polizei an, geben Hinweise und hoffen, dass die Täter endlich gefasst werden. Vielleicht sollten wir ihnen allen einen Orden verleihen für ihren Mut und ihre Hartnäckigkeit. Oder noch besser, wir sollten sie zu einem Kongress einladen und sie zu Wort kommen lassen. Da könnten sie uns bestimmt sagen, wie wir unsere Häuser und Geschäfte am besten vor Dieben schützen.

Aber zurück zu dem armen Juwelier, der um seine kostbare Ware und sein Wohlbefinden gebracht wurde. Man kann wirklich nicht genug Mitleid mit ihm haben. Hoffentlich hat er eine Versicherung, die ihm den Schaden erstattet. Aber wer weiß, vielleicht ist sie ja auch gerade Pleite gegangen und kann ihm nichts mehr bezahlen. Dann bleibt wohl nur noch der Ausverkauf, um die Verluste wieder hereinzuholen. Vielleicht findet ja der ein oder andere Kriminelle Gefallen an einem Schnäppchen?

Aber keine Sorge, liebe Bürgerinnen und Bürger. Es wird bestimmt bald eine Lösung für all unsere Probleme geben. Vielleicht werden Juweliergeschäfte in Zukunft nur noch bewaffneten Security-Personen Zutritt gewähren. Oder wir verteilen alle Schmuckstücke einfach kostenlos an die Diebe, damit sie uns nicht mehr überfallen müssen. Oder wie wäre es mit einer Petition für mehr Mitleid mit den Kriminellen? Schließlich haben sie es auch nicht leicht in dieser bösen Welt, in der sie sich ihre eigene Existenzgrundlage stehlen müssen.

Aber was mich persönlich wirklich am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass dieser Vorfall überhaupt stattgefunden hat. Wir zahlen hohe Steuern und erwarten dafür eine sichere Umgebung. Ist das zu viel verlangt? Sind wir etwa zu anspruchsvoll? Vielleicht sollten wir einfach unsere Erwartungen herunterschrauben und uns damit abfinden, dass unsere Sicherheit nur eine Illusion ist.

In Anbetracht dieser ernsten Lage sollte uns allen klar sein: Deutschland, das Land der Dichter und Denker, steckt in einer tiefen Krise. Eine Krise, die nicht nur unser Vertrauen in die Sicherheitskräfte erschüttert, sondern auch unseren Glauben an das Gute im Menschen. Es ist wirklich zum Verzweifeln!

Aber gut, genug der Negativität. Vielleicht sollten wir alle einfach mal ein Lächeln aufsetzen und die Dinge nicht so ernst nehmen. Schließlich gibt es noch andere Probleme auf der Welt, über die wir uns aufregen könnten. Und wer weiß, vielleicht hat der Juwelier am Ende ja doch noch Glück im Unglück und findet einen neuen Weg, um sein Geschäft voranzubringen. Vielleicht eröffnet er einfach einen Online-Shop und lässt die Diebe von der Couch aus bestellen. Oder er bietet spezielle Rabatte für Kriminelle an, damit sie ihre Beute auch legal erwerben können. Möglichkeiten gibt es schließlich genug.

Also, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, lasst uns nicht den Mut verlieren. Lasst uns gemeinsam gegen die Kriminalität kämpfen, sei es mit Satire, Sarkasmus oder einfach einem Lächeln im Gesicht. Denn am Ende des Tages sind wir alle nur Menschen, die versuchen, in einer verrückten Welt zurechtzukommen. In diesem Sinne: Behaltet euren Schmuck im Auge und euer Lachen im Herzen!

Quelle 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"