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Zukünftige Investitionen in naturwissenschaftliche Fachräume am Julius-Echter-Gymnasium

Schulbauprogramm im Landkreis Miltenberg vor Herausforderungen

Ein lang gehegter Wunsch des Julius-Echter-Gymnasiums in Elsenfeld nach einem naturwissenschaftlichen Zweig bringt das Schulbauprogramm des Landkreises Miltenberg ins Rampenlicht. Nach zwölf Jahren seit der letzten Generalsanierung des Schulzentrums Elsenfeld ist erneut Investitionsbedarf festgestellt worden, insbesondere in den Fachräumen für Chemie.

Um den Bedürfnissen der Schule gerecht zu werden, präsentierte Kreisbaumeister Andreas Wosnik verschiedene Lösungsansätze. Während eine umfassende Erweiterung und Modernisierung der Fachräume Kosten zwischen 800.000 und einer Million Euro verursacht hätte, wurde beschlossen, zunächst kleinere Verbesserungen vorzunehmen. Dazu gehören die Beschaffung neuer säurefester Tische für die Schülerarbeitsplätze im Chemieraum sowie die Einrichtung von Garderoben direkt an den Fachräumen.

Die Entscheidung für diese „kleine Lösung“ wurde unter anderem damit begründet, dass die Gymnasien in Miltenberg und Erlenbach bereits über neue Fachräume für Naturwissenschaften verfügen. Zudem bietet das HSG-Erlenbach mit seinem naturwissenschaftlichen Angebot in unmittelbarer Nähe zum Schulzentrum Elsenfeld eine gute Alternative.

Abseits der Schulsanierungen verfolgt der Landkreis auch das Großprojekt des Umbaus der Berufsschulen. Nach Zustimmung der Regierung von Unterfranken für das flexible Raumprogramm ist die Umsetzung dieses Konzepts in der beruflichen Bildung ein wichtiger Schritt. Trotz einiger Herausforderungen und Neuerungen im Genehmigungs- und Förderverfahren erhält der Landkreis die Möglichkeit, dieses Konzept erfolgreich umzusetzen.

Daneben schreiten auch andere Bauprojekte im Landkreis voran, wie der Bau der neuen Zweifachsporthalle für die Main-Limes-Realschule in Obernburg und die Generalsanierung der Sporthallen des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in Erlenbach. Trotz einiger Verzögerungen bei der Mittelbereitstellung wird an diesen Projekten aktiv gearbeitet, um die Bildungsinfrastruktur im Landkreis zu verbessern.

Ein weiteres Bauprojekt, die Erweiterung des Landratsamtes, musste aufgrund finanzieller Engpässe vorerst zurückgestellt werden. Dennoch werden alternative Lösungen gesucht, um dem wachsenden Platzbedarf gerecht zu werden. Mit dem Kauf und Umbau eines benachbarten Wohnhauses sollen zusätzliche Büros für das Sozialamt geschaffen werden.

Im Rahmen des Energiemanagements des Landkreises, das auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 abzielt, wurden bereits Fortschritte erzielt. Besonders positive Auswirkungen hatte die Wärmedämmung der Schulen auf den Wärmebedarf, während der Stromverbrauch weiter ansteigt. Durch den verstärkten Einsatz von Technik, wie Computern und Lüftungsanlagen, ist es eine Herausforderung, neben dem Einsatz von Photovoltaikanlagen einen ausreichenden Eigenbedarf an Strom zu decken.

Die Bauprojekte im Landkreis Miltenberg stehen vor vielfältigen Herausforderungen, von der Modernisierung der Schulen bis zur energetischen Optimierung der öffentlichen Gebäude. Die zukünftige Entwicklung des Schulbauprogramms und anderer Bauprojekte wird entscheidend sein, um die Bildungsinfrastruktur und Nachhaltigkeit im Landkreis zu stärken.

NAG

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