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Empfehlungen des ORF-Publikumsrats für Gesundheit und Humanitarian Broadcasting

Der ORF-Publikumsrat hat Empfehlungen zu den Themen Gesundheit und soziale/humanitäre Aktivitäten beschlossen. Der ORF wird bereits in vielfältiger Weise und in unterschiedlichsten Formaten auf allen Ausspielkanälen dem Programmauftrag zur Information über Themen der Gesundheit gerecht. Das Verständnis von Gesundheit hat sich in den letzten Jahren gewandelt und umfasst nun auch Gesundheitsförderung und soziale Determinanten der Gesundheit. Österreich liegt in Bezug auf gesunde Lebensjahre unter dem europäischen Durchschnitt, insbesondere bei bestimmten Bevölkerungsgruppen. Der ORF soll daher verstärkt Maßnahmen ergreifen, um alle Zielgruppen zu erreichen, die am stärksten von Krankheitsrisiken bedroht sind. Zudem soll die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung gesteigert und Barrieren für benachteiligte Gruppen thematisiert werden. Der ORF soll auch verstärkt Angebote für junge Menschen entwickeln und sich mit Gesundheitsthemen in den Kinderprogrammen befassen. Der Publikumsrat empfiehlt zudem eine stärkere Verzahnung und Abstimmung der Gesundheitsthemen in den einzelnen Ausspielkanälen des ORF.

Im Bereich soziale und humanitäre Aktivitäten ist der ORF seit mehr als 50 Jahren aktiv. Allein im Jahr 2022 wurden 148 Millionen Euro an Spenden gesammelt, um Projekte im Bereich Inklusion, Auslandskatastrophenhilfe und Inlandsaktivitäten zu unterstützen. Diese Aktivitäten tragen dazu bei, rasche Hilfe zu ermöglichen und langfristige Projekte zur Förderung einer inklusiven Gesellschaft umzusetzen. Der Publikumsrat würdigt und unterstützt diese Aktivitäten und empfiehlt, das Humanitarian Broadcasting als wichtige Säule zu stärken und weiterzuentwickeln. Zudem soll der ORF einen Beitrag leisten, um die Bereitschaft in Österreich zu fördern, Menschen in Not zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit den Trägervereinen soll gestärkt werden und die Aktivitäten des ORF sollen offensiv bei Diskussionen um den Beitrag des ORF und die Rolle des ORF als öffentlich-rechtliche Institution hervorgehoben werden. Im Bereich Inklusion soll der Einsatz von künstlicher Intelligenz genutzt werden, um barrierefreie Angebote auszubauen. Zudem wird empfohlen, Journalistinnen und Journalisten mit Behinderung verstärkt in den ORF-Redaktionen einzusetzen. Eine Umformulierung des Programmauftrags könnte in Betracht gezogen werden, um die Bedeutung von Inklusion deutlicher hervorzuheben.

Zur Verdeutlichung der Empfehlungen werden in der Tabelle unten die wichtigsten Punkte aufgeführt:

Empfehlungen des ORF-Publikumsrats
– Orientierung an Qualitätskriterien für gute Gesundheitskommunikation
– Nutzung von wissenschaftlicher Evidenz
– Verzahnung und Abstimmung der Gesundheitsthemen
– Fokussierung auf Schwerpunktthemen im Rahmen von Initiativen
– Abstimmung mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen
– Einbeziehung partizipativer Elemente
– Ausbau der Angebote für junge Menschen
– Verankerung des Themas Gesundheit in den Kinderprogrammen
– Förderung eigener sportlicher Betätigung
– Thematisierung von Gesundheit über verschiedene Ansätze
– Nutzung von Kooperationen mit anderen Bereichen
– Verantwortungsvoller Umgang mit Werbung im gesundheitlichen Kontext
– Sensibler Umgang mit dem Thema Alkohol
– Entwicklung eines ORF-Gesundheits-Tools
– Stärkung des Humanitarian Broadcasting
– Beitrag zur Förderung der Spendenbereitschaft
– Gestaltung der Zusammenarbeit mit Trägervereinen
– Hervorhebung der Aktivitäten bei Diskussionen um den ORF-Beitrag
– Nutzung der künstlichen Intelligenz für barrierefreie Angebote
– Beschäftigung von Journalistinnen und Journalisten mit Behinderung
– Umformulierung des Programmauftrags zur deutlicheren Hervorhebung von Inklusion

Der ORF-Publikumsrat würdigt und unterstützt die humanitären Aktivitäten des ORF und empfiehlt, das Humanitarian Broadcasting weiterzuentwickeln und zu stärken. Der ORF soll einen Beitrag zur Förderung der Spendenbereitschaft leisten und die Zusammenarbeit mit Trägervereinen intensivieren. Zudem soll der ORF den Einsatz von künstlicher Intelligenz nutzen, um barrierefreie Angebote auszubauen und Journalistinnen und Journalisten mit Behinderung verstärkt einzusetzen. Eine mögliche Umformulierung des Programmauftrags wird diskutiert, um die Bedeutung von Inklusion klarer zu betonen.



Quelle: ORF / ots

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