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Wiener Medieninitiative: 226 neue Medieninnovationen für Wien

Seit 2019 wurden in Wien durch die Wiener Medieninitiative 226 Medienprojekte und Neugründungen von Medien-Startups unterstützt. Die Initiative, die von der Stadt Wien ins Leben gerufen wurde und von der Wirtschaftsagentur Wien durchgeführt wird, hat das Ziel, die Innovationskraft in der Medienbranche zu fördern, Qualitätsjournalismus zu unterstützen und die Medienvielfalt in der Stadt zu stärken. Laut Wirtschafts- und Medienstadtrat Peter Hanke bewirkt die Wiener Medieninitiative genau das, was als Ziel der Förderung gesetzt wurde: Neue Medien entstehen in Wien und bestehende Medienhäuser innovieren ihre Produkte. Hanke betont, dass in Zeiten von künstlicher Intelligenz generierten Meldungen und Fake News eine vielfältige, unabhängige Medienlandschaft und qualitativ hochwertiger Journalismus umso wichtiger für die Stadt und ihre Einwohner*innen sind.

Die Projekte, die im Rahmen der Wiener Medieninitiative gefördert wurden, zeigen die vielfältigen Ideen und Vorhaben der journalistisch tätigen Menschen in Wien. Dabei reichen die Themen von Sport und Outdoor über Feminismus, Kultur und internationale Politik bis hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Stadt. Ein Beispiel für ein gefördertes Projekt ist das Magazin „Voices of Europe“, das geopolitische Debatten aus europäischer Perspektive beleuchtet und dabei besonders mit Autor*innen aus Mittel- und Osteuropa zusammenarbeitet. Ein weiteres Projekt ist der „Schülerblog“, der jungen Menschen Journalismus näherbringen und ihre Medienkompetenz stärken möchte. Zudem präsentiert die Wiener Wochenzeitung in der „Falter Arena“ aktuelle Diskussionen und Recherchen live vor einem Publikum. Beim Podcast „Strong & Seen“ stehen ausschließlich Sportlerinnen im Rampenlicht.

Die Wiener Medieninitiative hat auch international große Beachtung gefunden. Bei einer Podiumsdiskussion in Berlin, die vom Deutschen Journalisten-Verband Berlin (DJV Berlin – JVBB) und dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) organisiert wurde, wurde das Förderprogramm vorgestellt. Es wurde von dem deutschen Medienwissenschaftler Christopher Buschow von der Hamburg Media School als „Förderung nach Wiener Art“ bezeichnet.

Das Förderprogramm der Wiener Medieninitiative ist in zwei Bereiche gegliedert. Mit „Medienstart“ werden Journalistinnen, Gründerinnen und kleine Medienunternehmen unterstützt, ihre journalistischen Konzepte und innovativen Ideen marktreif zu machen. Dabei können bis zu 10.000 Euro Fördergelder beantragt werden. Im Bereich „Medienprojekt“ werden Medienunternehmen bei der Schaffung neuer Medienangebote mit bis zu 100.000 Euro unterstützt. Rund ein Drittel der bisherigen Förderzusagen für „Medienprojekt“ ging an neu gegründete Medienunternehmen, während der Rest an bestehende Medienhäuser vergeben wurde. Über die Vergabe der jährlich drei Millionen Euro Fördermittel entscheidet eine internationale Jury aus wechselnden Medienexpert*innen.

Geförderte Projekte erhalten in der Startphase jeder neuen Förderrunde Unterstützung vom Wiener Medieninitiative Lab. Dabei werden Workshops mit Expert*innen angeboten, um den Geförderten dabei zu helfen, ihre Geschäftsmodelle und Strategien noch besser aufzustellen. Zudem gibt es Vernetzungsangebote, die Raum für Networking und Erfahrungsaustausch bieten. Das Wiener Medieninitiative Lab wurde 2022 von der Wirtschaftsagentur Wien in Zusammenarbeit mit fjum (forum journalismus und medien) entwickelt.

Die Wiener Medieninitiative trägt dazu bei, die Innovationskraft und Qualität des Journalismus in Wien zu stärken und die Vielfalt der Medienlandschaft auszubauen. Weitere Informationen zur Wiener Medieninitiative finden Sie auf ihrer Website.

Tabelle mit Informationen zu geförderten Medienprojekten:

Projektname Beschreibung
Voices of Europe Ein Magazin, das geopolitische Debatten aus europäischer Perspektive beleuchtet und dabei mit Autor*innen aus Mittel- und Osteuropa zusammenarbeitet. Ein Sonderprojekt der Tageszeitung „Die Presse“.
Schülerblog Ein Blog, der jungen Menschen Journalismus näherbringen und ihre Medienkompetenz stärken möchte. Das Projekt wurde von Lehrer*innen und Schüler*innen gemeinsam entwickelt.
Falter Arena Eine Plattform der Wiener Wochenzeitung, auf der aktuelle Diskussionen und Recherchen live vor einem Publikum präsentiert werden.
Strong & Seen Ein Podcast, bei dem ausschließlich Sportlerinnen im Rampenlicht stehen.

Die geförderten Projekte zeigen die Vielfalt der Medienlandschaft in Wien und tragen zur Erweiterung der Perspektiven bei. Durch die internationale Anerkennung der Wiener Medieninitiative wird deutlich, dass das Förderprogramm innovative Ansätze in der Medienbranche ermöglicht. Mit der begleitenden Unterstützung und den Networking-Möglichkeiten des Wiener Medieninitiative Labs erhalten geförderte Projekte zusätzliche Ressourcen, um ihre Geschäftsmodelle zu verbessern und erfolgreich am Markt zu bestehen.



Quelle: Stadt Wien – Kommunikation und Medien (KOM) / ots

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