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Das blaue Netzwerk rechtsextremer Medien der FPÖ – Ein Universum eigener Publikationen

Reisegruppe der FPÖ zeigt Ausmaß rechtsextremer Medienlandschaft

Bei einer Reise ins EU-Parlament nach Straßburg hat die FPÖ eine Gruppe rechtsextremer Publizisten eingeladen. Diese Publizisten sind Teil eines Netzwerks von Medien, die überwiegend positiv über die FPÖ berichten und von der Partei finanziell unterstützt werden. Diese Medienlandschaft ermöglicht einen geschlossenen Kreislauf ohne kritisches Hinterfragen der FPÖ-Inhalte.

Zu den wichtigsten Medien des Netzwerks gehört der „Heimatkurier“, der von ehemaligen Führungskräften der rechtsextremen Identitären Bewegung betrieben wird. Die Plattform konzentriert sich auf Themen wie Masseneinwanderung, Linksextremismus und Schuldkult.

Ein weiteres identitären-nahes Projekt ist „Info-Direkt“, das 2015 gegründet wurde und russische Propagandainhalte verbreitet haben soll. Der Eigentümer des Magazins, Michael Scharfmüller, war in den 2000er-Jahren in neonazistischen Kreisen aktiv.

Das „Freilich“-Magazin ist der Nachfolger der „Aula“, einer der ältesten rechts-außen-Medien Österreichs. Die „Aula“ wurde aufgrund mehrerer Skandale eingestellt. Das „Freilich“-Magazin gehört den freiheitlichen Akademiker-Verbänden Steiermark und Salzburg und hat Verbindungen zu den Identitären.

FPÖ-TV und die „Neue Freie Zeitung“ sind parteieigene Medien. FPÖ-TV ist der Youtube-Kanal der Partei und die „Neue Freie Zeitung“ die klassische Parteizeitung.

„Unzensuriert.at“ ist eine weitere Plattform, die stark mit der FPÖ verbunden ist. Sie wurde bereits 2009 gegründet und sorgte durch politische Kontroversen und fragwürdige Artikel für Aufsehen.

Weitere Medien des Netzwerks sind „Der Eckart“, „Report24“, RTV, „Unser Mitteleuropa“ und „Unser Tirol 24“. Diese Medien zeichnen sich durch ihre rechts-außen-Positionierung und teilweise krawallige Berichterstattung aus.

Die Reise nach Straßburg wirft ein Schlaglicht auf das Ausmaß der rechtsextremen Medienlandschaft, die von der FPÖ unterstützt wird. Es zeigt sich, dass die FPÖ ein eigenes publizistisches Ökosystem geschaffen hat, das es ermöglicht, die eigene politische Agenda zu verbreiten, ohne kritisches Hinterfragen. (Quelle: Der Standard)

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