Kärnten

Häusliche Intensivpflege in Kärnten: Neues Betreuungskonzept für beatmete Patienten #whocares2024

KLAGENFURT. Der Kongress #whocares2024, der sich seit gestern, Dienstag, bis heute Abend im Casineum Velden der häuslichen Intensiv- und Kinderkrankenpflege widmet, findet in Kärnten statt. In der mobilen Betreuung werden im Jahresschnitt zwischen sechs und neun häusliche Intensivpatientinnen und -patienten in Kärnten versorgt. Aktuell sind es vier – zwei Kinder und zwei Erwachsene. Zudem werden derzeit 20 Intensivpatientinnen und -patienten in Einrichtungen für chronisch Kranke versorgt. Die Gesamtkosten für diese Versorgung belaufen sich auf etwas mehr als zwei Millionen Euro pro Jahr.

Gesundheitsreferentin LR.in Beate Prettner wird bei der heutigen Podiumsdiskussion ein neues Konzept vorstellen: eine Wohngemeinschaft für beatmete Menschen. Das Ziel ist es, betroffenen Menschen ein eigenständiges Leben außerhalb von Krankenhäusern oder ihren eigenen Häusern zu ermöglichen. Die Diakonie wurde beauftragt, ein Konzept für diese Wohngemeinschaft zu entwickeln. Die Angehörigen sollen entlastet werden und die betroffenen Menschen sollen so eigenständig wie möglich leben können.

In der häuslichen Intensivpflege gewährt das Land Kärnten über den Kärntner Gesundheitsfonds (KGF) eine Basisfinanzierung von 147 Pflegestunden pro Patient und Monat. In Sonderfällen werden auch mehr Stunden genehmigt und über den KGF werden auch Nachtstunden geleistet.

Der Kongress #whocares2024 wird von Cura Plus, dem größten Anbieter von häuslicher Intensivpflege in Österreich, veranstaltet. Cura Plus ist auch der Vertragspartner für die Betreuung häuslicher Intensivpatientinnen und -patienten in Kärnten.

Insgesamt stellt das neue Konzept der Wohngemeinschaft einen Meilenstein in der Versorgung von intensivpflegebedürftigen Menschen dar. Es ermöglicht diesen Menschen ein eigenständigeres Leben und entlastet gleichzeitig deren Angehörige. Durch die Unterstützung des Kärntner Gesundheitsfonds können die notwendigen Pflegestunden finanziert werden. Der Kongress #whocares2024 trägt dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung der häuslichen Intensivpflege zu stärken und innovative Lösungen zu entwickeln.

Tabelle:

Standorte für stationäre Plätze Anzahl der Plätze
Klagenfurt 10
Villach 5
Wolfsberg 5
Laas 5


Quelle: Land Kärnten

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