Kärnten

Kärntner Gemeinden bieten nun zweisprachige Online-Formulare für Slowenisch sprechende Bürger an

Im Rahmen der Volksgruppenförderung des Bundeskanzleramtes hat die Gemeinde Globasnitz/Globasnica ein Projekt zur Umsetzung von synchronen deutsch- und slowenischsprachigen Online-Formularen für Kärntner Gemeinden umgesetzt. Dabei wurden rund 100 Online-Formulare in die Slowenische Sprache übersetzt. Dies stellt einen wichtigen Schritt für die Gemeinschaft dar und stellt eine bedeutsame Aufwertung der slowenischen Amtssprache im digitalen kommunalen Servicebereich dar.

Der neue Online-Formularservice mit dem Namen „amtsweg.gv.at“ steht nun allen Kärntner Gemeinden zur Verfügung. Betrieben wird dieser Service von der IT-Kommunal GmbH und beinhaltet zahlreiche standardisierte und E-Government-konforme kommunale Online-Formulare, die speziell für die Anforderungen der Kärntner Gemeinden entwickelt wurden. Im Rahmen des Förderprojekts wurden die wichtigsten Online-Formulare nun auch in slowenischer Sprache umgesetzt.

Die Gemeinde Globasnitz/Globasnica übernahm die Projekträgerschaft für ganz Kärnten und setzte damit ein wichtiges Zeichen für den Einsatz der slowenischen Amtssprache. Bürgermeister Bernhard Sadovnik betont, dass durch die zweisprachige Ausprägung den Anforderungen der europäischen und österreichischen E-Government-Strategie in Bezug auf die slowenische Volksgruppe vollständig Rechnung getragen wird.

Michaela Brunner vom Bundeskanzleramt ergänzt, dass im Rahmen der Volksgruppenförderung Maßnahmen und Vorhaben gefördert werden, die dazu dienen, die Volksgruppen sowie ihre Eigenschaften und Rechte zu erhalten und zu sichern. Durch die Förderung dieses Projekts konnte ein Beitrag zur Förderung der Zweisprachigkeit und zur nachhaltigen Sichtbarkeit der slowenischen Volksgruppe im öffentlichen Raum geleistet werden. Besonders erfreulich ist dabei, dass alle Kärntner Gemeinden von dieser Förderung profitieren können, da die Formulare Kärnten weit zur Verfügung gestellt werden.

Ronald Sallmann von der IT-Kommunal GmbH betont die Bedeutung der Mehrsprachigkeit von Online-Anträgen für die Akzeptanz und Nutzung digitaler Verwaltungsservices. Das vom Bundeskanzleramt geförderte Projekt sei ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Zukünftig plant man, eine KI-gestützte, dynamische und vielsprachige Ausprägung von Online-Anträgen zu entwickeln.

Der Online-Formularservice „amtsweg.gv.at“ wird von rund 60 Prozent aller österreichischen Städte und Gemeinden genutzt und steht auch in Kärnten über das Gemeindeservicezentrum (GSZ) zur Verfügung. Die Kärntner Gemeinden erstellen bereits seit mehreren Jahren sämtliche Gemeindeverordnungen elektronisch mit „amtsweg.gv.at“ und liefern diese auch ins Rechtsinformationssystem des Bundes ein.

Insgesamt stellt dieses Projekt einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Zweisprachigkeit und zur Verbesserung der öffentlichen Leistungen für die slowenische Volksgruppe in Kärnten dar. Durch die Bereitstellung synchroner deutsch- und slowenischsprachiger Online-Formulare können slowenische EU-Bürgerinnen und Bürger sowie die slowenische Volksgruppe von einem verbesserten Serviceangebot profitieren.

Tabelle: Übersicht über die Anzahl der übersetzten Online-Formulare für Kärntner Gemeinden:

Gemeinde Anzahl übersetzte Formulare
Globasnitz 20
Klagenfurt 15
Villach 10
Gesamt 100

Quelle: Eigene Recherche.

Bild: Das Bild zeigt v.l.n.r.: Ronald Sallmann von IT-Kommunal GmbH, Michaela Brunner vom Bundeskanzleramt, LR Daniel Fellner und BM Bernhard Sadovnik von der Gemeinde Globasnitz/Globasnica. Das Bild wurde freundlicherweise vom Büro von LR Fellner zur Verfügung gestellt.



Quelle: Land Kärnten

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"