KärntenWirtschaft

KWF-Förderungsbilanz 2023 – Positives aus dem Süden trotz Konjunkturabkühlung

Das abgelaufene Förderungsjahr war geprägt von einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur und unsicheren Rahmenbedingungen wie Inflation, Zinssteigerungen und Konflikten. Unternehmen investierten daher in nahezu allen Branchen verhalten. Trotzdem konnte Kärnten das reale Bruttoregionalprodukt um 6,7 % steigern, was der dritthöchste Wert unter den Bundesländern ist. Besonders der Tourismus und die Industrie, insbesondere die Bereiche Elektrotechnik und Elektronik sowie Maschinenbau, trugen zur Dynamik in Kärnten bei. Die Warenexporte stiegen um 6,5 %. Auch die Nächtigungszahlen sind erfreulich und zeigen Tendenzen einer gelingenden Saisonverlängerung. Die Arbeitslosenzahlen in Kärnten blieben trotz der konjunkturellen Eintrübung weitgehend stabil, während sie österreichweit anstiegen.

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 705 Förderungsfälle mit einem Förderungsvolumen von 24,3 Mio. EUR vom KWF unterstützt. Dabei wurden 580 neue Arbeitsplätze geschaffen und 12.426 Arbeitsplätze gesichert. Die Bundesförderungsmittel stiegen um 77 % auf 167,4 Mio. EUR an. Für Kärnten standen in der EU-Förderperiode 2014-2020 insgesamt 71,2 Mio. EUR EFRE-Mittel zur Verfügung. Der Technologiefonds Kärnten war ein Treiber des strukturellen Wandels und förderte im abgelaufenen Jahr 123 Fälle mit einem Förderungsvolumen von 12,9 Mio. EUR. Auch der Bereich Wissenstransfer gewinnt an Bedeutung und wird durch den KWF gefördert.

Der KWF entwickelte im Jahr 2023 15 neue Produkte im Rahmen der KWF-Strategie 2030. Der Fokus liegt auf der Sicherung des zukünftigen Wohlstands von Kärnten durch die Förderung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Der KWF sieht sich als Drehscheibe zwischen Unternehmen, Bildung und Wissenschaft und unterstützt den Wissenstransfer und die Vernetzung. Durch Kooperationen mit Clustern und Forschungseinrichtungen können zusätzliche Finanzmittel generiert werden. Der KWF unterstützt auch grenzüberschreitende Initiativen und arbeitet als regionale Koordinationsstelle für INTERREG-Programme. In der neuen EU-Förderperiode 2021-2027 stehen für Kärnten insgesamt 69,7 Mio. EUR zur Verfügung.

Der KWF blickt optimistisch in die Zukunft und wird seine Maßnahmen weiterhin auf die grüne und digitale Transformation ausrichten. Die langjährige Vorstand Sandra Venus wird ihre Tätigkeit im KWF mit Ende April 2024 beenden und ist überzeugt, dass der KWF unter der Führung von Roland Waldner die kommenden Herausforderungen meistern wird.

Eine ausführliche Bilanz zum KWF-Förderungsjahr 2023 finden Sie unter [Link zur Pressemitteilung der KWF].



Quelle: KWF Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds / ots

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