Österreich

Kopftuchträgerinnen bei Job in Wien-Döbling ausgeschlossen – SPÖ-Bezirksrat protestiert

Kopftuchträgerinnen von Job in Wiener Supermarkt ausgeschlossen

Laut einer internen Mail eines Personalvermittlers sind Kopftuchträgerinnen von einem Job in einer Billa-Corso-Filiale im Wiener Bezirk Döbling ausgeschlossen. Das „soziale Unternehmen der betriebsnahen Arbeitsmarktpolitik“ namens It-Works, das für Billa Personal vermittelt, zeigt auf seiner Webseite ein Bild einer Frau mit Kopftuch. Jedoch wird dieses Versprechen nicht eingehalten.

Für die neue Filiale in Döbling sucht der Personalvermittler im Auftrag von Billa einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin für den Feinkostverkauf. In der internen Mail werden die Anforderungen spezifiziert. Gute Deutschkenntnisse seien laut der Mail besonders wichtig. Zusätzlich steht dort: „Leider ist das Personal mit Kopftuch in diesem Bezirk nicht erwünscht.“

Dieses Vorgehen stößt dem SPÖ-Bezirksrat Muhammed Yüksek bitter auf. Er veröffentlichte einen Screenshot der Mail in den sozialen Medien und kritisiert Billa für seine leeren Werbeslogans zur Vielfalt. Er betont, dass Frauen bereits auf Basis des Gleichbehandlungsgesetzes erfolgreich gegen Arbeitgeber vorgegangen seien, die keine Kopftuchträgerinnen einstellen wollten.

Ein Sprecher von Rewe, zu dem Billa gehört, betont, dass das Vorgehen nicht der Unternehmenspolitik entspreche und dass Frauen mit Kopftuch selbstverständlich eingestellt würden.

It-Works bedauert den Vorfall zutiefst und sieht Vielfalt und Antidiskriminierung als Grundlage einer gesunden Unternehmenskultur. Das Unternehmen stellt klar, dass die Anforderung nichts mit Billa zu tun habe und auf einem „internen Missverständnis“ beruht.

Es bleibt abzuwarten, ob weitere Schritte in diesem Fall unternommen werden, um Diskriminierung bei der Jobsuche zu verhindern.

Tabelle:

Unternehmen Reaktion
Billa Leider ist das Personal mit Kopftuch in diesem Bezirk nicht erwünscht.
Rewe Das Vorgehen entspricht nicht der Unternehmenspolitik. Frauen mit Kopftuch werden selbstverständlich eingestellt.
It-Works Das Unternehmen bedauert den Vorfall und betrachtet Vielfalt und Antidiskriminierung als Grundlage der Unternehmenskultur. Die Anforderung hat nichts mit Billa zu tun und beruht auf einem internen Missverständnis.

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