Salzburg

Babys an Schalttagen: Besonders wenige Geburten in Salzburg

Ein Schaltjahr hat im Gegensatz zu einem normalen Jahr 365 Tage und einen zusätzlichen Tag. Im Jahr 2024 wird dieser Tag auf den 29. Februar fallen. Die Salzburger Landesstatistik hat die Geburten an diesem Tag genauer untersucht und festgestellt, dass besonders wenige Babys an einem Schalttag geboren werden. Seit der Jahrtausendwende wurden in Salzburg insgesamt 61 Babys an Schalttagen geboren, während an den Tagen davor und danach des jeweiligen Schaltjahres doppelt so viele Babys zur Welt kamen. Es scheint also, dass geplante Geburten verschoben wurden, da der 29. Februar als Geburtstag nicht sonderlich beliebt ist.

In Salzburg gibt es 337 Personen, die am 29. Februar geboren wurden. Sie haben nur alle vier Jahre die Möglichkeit, ihren „echten“ Geburtstag zu feiern. Diese Personen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Bezirke: 94 in der Stadt Salzburg, 94 im Flachgau, 48 im Tennengau, 43 im Pinzgau, 43 im Pongau und 15 im Lungau.

Die Statistik zeigt auch, dass am 29. Februar nur wenige Hochzeiten stattfinden. In den letzten 13 Schaltjahren haben lediglich 76 Paare an diesem Tag geheiratet. Es gab jedoch zwei Ausnahmen, wenn der Schalttag auf einen Samstag fiel. In diesen Jahren wurden 16 bzw. 30 Ehen geschlossen. Es wurden auch Scheidungen an einem 29. Februar gezählt, insgesamt 38 von 1972 bis 2020.

Neben Geburten und Hochzeiten hat der 29. Februar auch einen besonderen Platz in der Medizin. Es ist der Tag der seltenen Erkrankungen, die etwa 6.000 bis 8.000 verschiedene Krankheitsbilder umfassen. Eine davon ist Epidermolysis bullosa, auch bekannt als Schmetterlingskrankheit. Das EB-Haus Austria in Salzburg ist das erste zertifizierte Expertisezentrum für seltene Hauterkrankungen in Österreich und behandelt derzeit rund 380 Patienten aus der ganzen Welt. Das Uniklinikum Salzburg betreibt außerdem zwei weitere Expertisezentren sowie ein Forschungszentrum für seltene Erkrankungen bei Kindern.

Ein Schaltjahr wird alle vier Jahre eingeführt, um das tropische Jahr, die Zeit, die die Erde benötigt, um die Sonne einmal zu umkreisen, mit dem Kalenderjahr abzugleichen. Da das tropische Jahr etwa sechs Stunden länger ist als das Kalenderjahr, würde der Kalender nach vier Jahren einen kompletten Tag „zu früh“ sein. Aus diesem Grund gibt es den zusätzlichen Schalttag. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen drei Schalttage in einem Zeitraum von 400 Jahren ausgelassen werden. Das nächste Mal wird dies im Jahr 2100, 2200 und 2300 der Fall sein.

In der unten stehenden Tabelle sind die Informationen zu den Geburten am 29. Februar seit der Jahrtausendwende aufgeführt:

Jahr Anzahl der Geburten
2000 7
2004 15
2008 8
2012 12
2016 14
2020 5

Weitere Informationen zur Statistik des Landes Salzburg finden Sie unter www.salzburg.gv.at/statistik.



Quelle: Land Salzburg

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"