Salzburg

Jugendliche drehen Dokumentarfilm über ihren Alltag – inklusives Projekt des Vereins Lern.Film.Studio

17 Jugendliche aus Salzburg, Oberösterreich, Tirol und der Steiermark werden in den nächsten zwei Jahren an einem inklusiven Dokumentarfilmprojekt teilnehmen. Der Film, der von den Jugendlichen selbst konzipiert und geschnitten wird, soll ihren Schul- und Berufsalltag aus einer unkonventionellen Perspektive zeigen. Das Projekt wurde vom Verein Lern.Film.Studio ins Leben gerufen, in Zusammenarbeit mit Down-Syndrom-Österreich. Das Ziel des Projekts ist es, Bewusstsein und öffentliche Aufmerksamkeit für die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu schaffen und Inklusion zu fördern. Es wird durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union finanziert.

An dem Dokumentarfilmprojekt mit dem Titel „Nicht alltäglich“ nehmen Jugendliche im Alter von 17 bis 30 Jahren teil, sowohl mit als auch ohne Behinderungen. Das Projekt gilt als ein Vorzeigebeispiel für gelebte Inklusion, bei dem Menschen mit und ohne Behinderungen gleichberechtigt zusammenarbeiten. Der Film wird einen Einblick in das Leben der jungen Menschen geben und zeigen, wie sie mit den alltäglichen Herausforderungen umgehen.

Das Projekt legt einen besonderen Schwerpunkt auf Medienbildung. Die Vermittlung von Kompetenzen im Bereich Medien und Film ist ein wichtiger Teil des Projekts. Die Landesrätin Daniela Gutschi lobt diese Art der Kompetenzvermittlung und betont, dass Medienbildung Jugendlichen dabei hilft, sich in der heutigen Informationsflut besser zurechtzufinden. Die Bildungslandesrätin ist der Ansicht, dass selbst erarbeitetes Wissen ein Leben lang anhält und Selbstvertrauen schafft.

Die Idee für das Dokumentarfilmprojekt entstand während eines vorherigen Filmprojekts mit Jugendlichen mit Behinderungen. Bei dem Projekt „Nicht alltäglich“ werden die Betroffenen zu Erzählern ihrer eigenen Lebensgeschichten. Das Team besteht aus Menschen mit Down-Syndrom, im Rollstuhl, mit Depressionen sowie Menschen ohne Behinderungen. Sie werden bei der Erstellung des Drehbuchs, der Interviews, der Kameraarbeit und mehr unterstützt und geschult.

Der Film wird das „echte“ Leben der Betroffenen und ihren Alltag in Schule und Beruf thematisieren. Das Ziel ist es, mehr Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit für die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu schaffen und zu zeigen, dass sie kreativ und reflektiert arbeiten können. Der Verein möchte die Politik von Anfang an einbinden und zu einem Austausch mit den Betroffenen einladen, damit die Entscheidungsträger ein klares Bild vom Leben mit Behinderungen bekommen.

Das Dokumentarfilmprojekt „Nicht alltäglich“ ist auf zwei Jahre angelegt. Der fertige Film soll in einem Kino präsentiert werden. Der Verein sucht noch nach Partnern für die Ausstrahlung in Salzburg und den benachbarten Bundesländern.

Für weitere Informationen zum Thema kann die Webseite www.lernfilmstudio.eu besucht werden.



Quelle: Land Salzburg

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