Salzburg

Lehrgang ‚Fachkraft frühe Kindheit‘ ab 2024 auch im Pinzgau – Ausbildungsoffensive wirkt dem Fachkräftemangel entgegen

Die „klassische“ Ausbildung zur Kleinkindbetreuung erfolgt über eine fünfjährige Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BafEP) oder ein Kolleg, wobei die Matura eine Voraussetzung ist. Zusatzkräfte, die keine Reifeprüfung haben, jedoch über einschlägige Berufserfahrung verfügen, haben die Möglichkeit, den zweijährigen Lehrgang „Fachkraft frühe Kindheit“ zu absolvieren und somit den nächsten Karriereschritt zu gehen. Im Jahr 2024 wird erstmals ein Kurs im Pinzgau stattfinden, und für 2025 ist ein weiterer Kurs im Lungau geplant. Dies wurde heute online bekannt gegeben.

Die Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek betrachtet den Lehrgang „Fachkraft frühe Kindheit“ als konkrete Maßnahme im Rahmen der Ausbildungsoffensive des Landes, um dem Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegenzuwirken. Zusatzkräfte ohne Matura, in vielen Fällen sind es selbst Mütter, haben so die Möglichkeit aufzusteigen, Gruppen zu führen und mehr Geld zu verdienen. Svazek betont die Bedeutung dieser engagierten Kräfte und dass das Land gezielt die Regionen unterstützen möchte.

Derzeit wird in der Stadt Salzburg ein Lehrgang vom Zentrum für Kindergartenpädagogik (ZEKIP) angeboten, an dem 25 Personen teilnehmen. Im Januar 2024 werden die ersten 15 Personen den Lehrgang abgeschlossen haben. Der Personalmangel und die fehlende Entlastung bestehender Mitarbeiter werden als Probleme in der Elementarpädagogik identifiziert. Um mehr Sicherheit für Kinder und Eltern zu schaffen, werden zusätzliche qualifizierte Fachkräfte benötigt.

Im Jahr 2022 haben rund 140 Mädchen und Burschen die beiden BAfEPs sowie Kollegs in der Landeshauptstadt und Bischofshofen abgeschlossen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, werden noch weitere engagierte Pädagoginnen und Pädagogen benötigt. Das Land Salzburg kann zwar keinen Einfluss auf Klassen oder Schülerzahlen in Bundesschulen nehmen, jedoch Menschen, die für die Elementarpädagogik brennen, einen Ausbildungsweg ermöglichen. Besonders Mütter, die den Lehrgang „Fachkraft frühe Kindheit“ absolvieren möchten und in diesem Bereich arbeiten wollen, sollen unterstützt werden, da die Nachfrage sehr hoch ist.

Der Leiter des Zentrums für Kindergartenpädagogik (ZEKIP), Sebastian Wirnsberger, berichtet von der Begeisterung der Zusatzkräfte, die den Lehrgang besuchen. Sie sind mit vollem Eifer dabei und bringen viele gute Ansätze aus der Praxis mit. Das Interesse am aktuellen Lehrgang war besonders hoch.

Für Anfang 2025 ist im Lungau ein weiterer Lehrgang geplant, und auch im Zentralraum wird ein Kurs für dieses Jahr geplant. Die berufsbegleitenden Lehrgänge werden derzeit vom ZEKIP und dem BFI Salzburg umgesetzt. Die Kosten pro Kurs und Person belaufen sich auf rund 8.000 Euro und werden größtenteils vom Land Salzburg getragen. Es ist möglich, eine Bildungsteilzeit über das Arbeitsmarktservice (AMS) für den Lehrgang zu beantragen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Ausbildung zur Zusatzkraft und eine dreijährige Erfahrung in der Kinderbetreuung.

Zusätzliche Informationen zu den Herausforderungen der Elementarpädagogik sowie zur gesicherten und verlässlichen Kinderbetreuung in Salzburg sind in verschiedenen Pressemitteilungen verfügbar. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Zentrums für Kindergartenpädagogik (ZEKIP) zu finden.

Tabelle:
Informationen über die Lehrgänge „Fachkraft frühe Kindheit“:

Jahr Standort
2024 Pinzgau
2025 Lungau


Quelle: Land Salzburg

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