Steiermark

Durchschnittliches Bruttoeinkommen in der Steiermark steigt um 4,8 Prozent auf 37.295 Euro (2022)

In der Steiermark stieg im Jahr 2022 der durchschnittliche jährliche Brutto-Jahresbezug um 4,8 Prozent auf 37.295 Euro, so die Landesstatistik. Die Steirerinnen und Steirer im Bezirk Graz-Umgebung verdienen durchschnittlich am besten. In den letzten 20 Jahren sind die Einkommen stärker gestiegen als die Preise, was zu einem deutlichen Anstieg des realen Bruttoeinkommens und der Kaufkraft geführt hat.

Laut einem Bericht der „Steirischen Statistiken“ lag der durchschnittliche Brutto-Jahresbezug von unselbstständig Beschäftigten in der Steiermark im Jahr 2022 bei 37.295 Euro. Dies entspricht einem Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Steiermark belegt damit im bundesländerweiten Vergleich den sechsten Platz und liegt knapp unter dem österreichischen Durchschnitt von 37.970 Euro. Niederösterreich liegt mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 40.655 Euro an erster Stelle und Tirol mit 34.747 Euro an letzter Stelle. Ein Steirer verdiente durchschnittlich 44.774 Euro pro Jahr, während eine Steirerin ohne Berücksichtigung von Voll- und Teilzeitarbeit durchschnittlich 28.781 Euro pro Jahr verdiente.

Das jährliche Netto-Medianeinkommen in der Steiermark stieg im Jahr 2022 sogar etwas stärker als das Bruttoeinkommen. Insgesamt stieg das Netto-Medianeinkommen um 5 Prozent auf 24.845 Euro. Das Netto-Medianeinkommen der Frauen betrug 20.151 Euro (plus 5,3 Prozent) und das der Männer 29.306 Euro (plus 5,2 Prozent). Bei Personen, die ganzjährig in Vollzeit arbeiten, lag das durchschnittliche Bruttoeinkommen eines Mannes bei 57.517 Euro und das einer Frau bei 46.873 Euro. Das Nettoeinkommen betrug für Männer 37.702 Euro und für Frauen 32.185 Euro.

Die Bezirke Graz-Umgebung und Leoben verzeichneten im Jahr 2022 die höchsten durchschnittlichen Brutto-Jahreseinkommen am Wohnort in der Steiermark. Graz-Umgebung lag bei 42.228 Euro und Leoben bei 39.323 Euro. Dahinter folgen die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Deutschlandsberg und Voitsberg. Das niedrigste Einkommen am Wohnort wurde im Bezirk Liezen mit 34.172 Euro verzeichnet, gefolgt von der Südoststeiermark (34.765 Euro) und Weiz (35.035 Euro).

Das verfügbare Haushaltseinkommen der Steirerinnen und Steirer stieg von 2000 bis 2022 um 87,9 Prozent auf insgesamt 33,5 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu betrug die Preissteigerung im selben Zeitraum nur 61,8 Prozent. Dies führte zu einem deutlichen Anstieg der Kaufkraft. Im Bundesländervergleich liegt die Steiermark im Jahr 2022 mit einem verfügbaren Haushaltseinkommen von 26.600 Euro pro Kopf an sechster Stelle.

Ein weiterer Schwerpunkt der Einkommensstatistik ist der „Gender Pay Gap“. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die geschlechtsspezifische Einkommensdifferenz etwas vergrößert. Steirische Frauen verdienen in Vollzeit netto um 14 Prozent weniger als Männer, während sie in Teilzeit nur ein Prozent mehr verdienen. Die geringste geschlechtsspezifische Einkommensdifferenz gibt es in Graz, wo Frauen in Vollzeit und ganzjährig beschäftigt netto sechs Prozent weniger verdienen als Männer. Die größten geschlechtsspezifischen Unterschiede gibt es in Bruck-Mürzzuschlag mit einer Differenz von 21 Prozent. Diese Daten berücksichtigen jedoch nicht Faktoren wie Branche, Firmenzugehörigkeit und Stellung im Beruf.

Der vollständige Bericht der Landesstatistik kann unter dem folgenden Link eingesehen werden: Link zur Landesstatistik.



Quelle: Land Steiermark

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