Steiermark

KAGes-Gehälter erhöht: Personalpaket sorgt für attraktive Arbeitsbedingungen in der Steiermark

Die Steiermärkische Landesregierung hat im Juni 2023 ein umfangreiches Personalinvestitionspaket für die Mitarbeiter der KAGes präsentiert. Dieses Paket beinhaltet Gehaltserhöhungen für Ärzte, Pflegepersonal und andere Gesundheitsberufe sowie die Anrechnung von Vordienstzeiten. Heute wurde der notwendige Gesetzesbeschluss über das Steiermärkische KAGes-Zuweisungs-, Dienst- und Besoldungsrecht sowie über die Dienstrechtsnovelle verabschiedet.

Die Gehaltserhöhungen treten im September 2023 in Kraft und werden ab November 2023 rückwirkend ausbezahlt. Die Vordienstzeitenregelung wird rückwirkend ab dem 1. Juli 2022 gelten.

Durchschnittlich werden die Gehälter um etwa 13 Prozent erhöht. Die Einstiegsgehälter werden um mehr als 25 Prozent angehoben. Zudem wurden die Gehälter für die weiteren Gesundheitsberufe auf ein österreichisches Spitzenlevel angehoben. Rufbereitschaften, Wochenendjournaldienste und Zulagen wurden ebenfalls verbessert und die Dienstmodelle flexibler gestaltet.

Landeshauptmann Christopher Drexler betonte, dass das Personalpaket eine nachhaltige Verbesserung für die Mitarbeiter der KAGes schaffe und gleichzeitig Anreize für neue Mitarbeiter setze. Finanzreferent Anton Lang betonte, dass die umsichtige Budgetpolitik der vergangenen Jahre die Finanzierung solcher Vorhaben ermöglicht habe. Personallandesrat Werner Amon bezeichnete die Gehaltserhöhungen als wichtigen Schritt für mehr Wertschätzung und Dienstplansicherheit innerhalb des Unternehmens. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl betonte, dass die Mitarbeiter der KAGes von attraktiveren Gehältern profitieren werden und die Steiermark damit an die Spitze der österreichischen Bundesländer katapultieren wird. Klubobmann Hannes Schwarz bekräftigte, dass die Gehaltsreform ein starkes Signal der Wertschätzung sei. KAGes-Vorstandsvorsitzender Gerhard Stark und KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik Ulf Drabek betonten, dass die Gehaltsreform die KAGes zu einem der attraktivsten Arbeitgeber im Gesundheitssektor Österreichs mache. Zentralbetriebsrats-Vorsitzender Michael Tripolt bezeichnete die Entscheidung als stabilen Grundstein für die Krankenversorgung in der Steiermark.

Zusätzlich zu den Gehaltserhöhungen wird eine Richtlinie der KAGes beschlossen, die unter bestimmten Bedingungen eine Nebenbeschäftigung von Ärzten ermöglicht.

Mit diesen Maßnahmen will man nicht nur den bestehenden Mitarbeitern der KAGes eine Wertschätzung entgegenbringen, sondern auch den Gesundheitsarbeitsmarkt in der Steiermark attraktiver für Neueinsteiger machen.

Im Folgenden sind einige Gehaltsbeispiele aufgelistet:

  • Eine 30-jährige Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin (DGKP) im OP-Bereich verdient nach zehn Dienstjahren im neuen Schema 3.990 Euro brutto, was einer Erhöhung von 430 Euro im Monat entspricht.

  • Ein 40-jähriger Facharzt mit 10 Dienstjahren verdient mit Diensten an drei Wochenenden und einem Sonn- oder Feiertag im Monat 14.300 Euro brutto, was einer Erhöhung von über 1.000 Euro entspricht. Ohne Nacht- oder Wochenenddienste verdient ein Oberarzt mit 40-Stunden-Woche und 5-Tage-Woche 11.400 Euro brutto, was eine Erhöhung von über 800 Euro bedeutet.

  • Eine 40-jährige Mitarbeiterin im MTD-Bereich verdient nach 18 Dienstjahren durchschnittlich 4.720 Euro brutto, was eine Erhöhung von über 360 Euro bedeutet. Mitarbeiter in höheren Gehaltsstufen im MTD-Bereich zählen zu den Topverdienern österreichweit.



Quelle: Land Steiermark

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"