Steiermark

Personalbericht 2023: Altersstruktur, Dienstverhältnisse und Einkommensverteilung im steirischen Landesdienst

Der aktuelle Personalbericht des Landes Steiermark gibt Aufschluss über die personalstatistischen Daten im steirischen Landesdienst. Der Bericht enthält Informationen über die Altersstruktur der Bediensteten, die Art der Dienstverhältnisse, die Einkommensverteilung nach Geschlecht und die Teilzeit- und Karenzenregelungen.

Zum Stichtag 31.12.2022 waren insgesamt 7.478 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landesdienst beschäftigt, was 6.809 Vollzeitäquivalenten entspricht. Frauen machen dabei rund 52 Prozent der Belegschaft aus, der Altersdurchschnitt liegt bei 44,8 Jahren. Besonders viele Mitarbeiter befinden sich in der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren, aber es gibt auch einen Zuwachs an unter 35-jährigen Mitarbeitern, was auf bevorstehende Pensionierungen und Nachbesetzungen von Stellen hinweist.

Die Anzahl der Beamten-Dienstverhältnisse ist weiterhin rückläufig. Der Personalbericht weist 5.776 Vertragsbedienstete, 1.506 Beamte, 310 Geschützte, 142 Lehrlinge und 52 sonstige Landesbedienstete (Praktikanten und Trainees) aus. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigungen bleibt nahezu unverändert, wobei 75 Prozent der Bediensteten in Vollzeit arbeiten. Allerdings arbeiten 41 Prozent der Frauen und 8 Prozent der Männer in einem Teilzeitarbeitsverhältnis.

Eine bemerkenswerte Entwicklung im Landesdienst ist die zunehmende Höherqualifizierung. Der Frauenanteil bei Personen mit Hochschulabschluss überwiegt mit 58 Prozent. Dies spiegelt sich auch bei den Neueinstellungen wider, bei denen 31 Prozent ein abgeschlossenes Hochschulstudium als höchste Qualifikation haben. Von den neu eingestellten Akademikern sind fast zwei Drittel Frauen.

In Bezug auf Führungspositionen sind 40 Prozent aller Positionen ab der Ebene der Bereichsleitungen mit Frauen besetzt. Auch die Leitung der Landesamtsdirektion wird seit 2020 von einer Frau ausgeübt. Unter den Top 1000 Bediensteten mit den höchsten Bezügen sind 37 Prozent Frauen.

Der Personalbericht enthält auch Informationen zur Einkommensverteilung zwischen männlichen und weiblichen Landesbediensteten. Dabei wurde festgestellt, dass sich das Medianeinkommen der weiblichen Bediensteten im Vergleich zum Vorjahr den männlichen annähert. In einigen Wirkungsbereichen und Funktionsgruppen verdienen Frauen sogar etwas mehr als Männer. Allerdings gibt es immer noch Unterschiede aufgrund der hohen Anzahl an Teilzeitbeschäftigten unter den Frauen und der Tatsache, dass ältere männliche Bedienstete oft mehr verdienen, da sie bereits länger in Führungspositionen sind.

Der Personalbericht bietet auch weitere Auswertungen zu Themen wie Krankenständen, Karenzen, Qualifikationsstruktur, Integration von Menschen mit Behinderung und geografischer Verteilung der Dienstorte der Landesbediensteten. Dieser detaillierte Bericht kann online abgerufen werden.

Laut dem Landesrat für Europa und Internationale Angelegenheiten, Bildung & Personal, Werner Amon, ermöglicht der Personalbericht eine bessere Steuerung einer zukunftsfitten Verwaltung und erfüllt somit die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Politik.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Personalbericht wichtige Informationen über den steirischen Landesdienst liefert und aufzeigt, welche Herausforderungen und Chancen sich in Bezug auf Personalstrukturen und Gleichstellung ergeben. Diese Erkenntnisse können dazu beitragen, eine zukunftsorientierte Verwaltung zu gewährleisten.



Quelle: Land Steiermark

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