Steiermark

Regionales Gleichstellungsmanagement in der Steiermark: Ein wichtiger Schritt zur sozialen Gerechtigkeit

Die steirische Landesregierung hat im Jahr 2021 die steirische Gleichstellungsstrategie beschlossen, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Steiermark voranzutreiben. Im Rahmen dieser Strategie wird die „Gleichstellung in den Regionen“ als ein zentrales Thema betrachtet, da Fragen der Gleichstellung in verschiedenen regionalpolitischen Bereichen auftauchen, einschließlich Mobilität, Gesundheit, Infrastruktur, Bildungs- und Berufsangebote sowie Wohnraum.

Um die Gleichstellung in den steirischen Regionen zu fördern, wird die Einführung eines regionalen Gleichstellungsmanagements (RGM) in den Strukturen der jeweiligen Regionalmanagements vorgesehen. Im Jahr 2022 wurde ein Pilotprojekt in den Regionen Liezen und Oststeiermark gestartet, um diese neue Struktur zu erproben. In beiden Regionen wurden Gleichstellungsmanagerinnen oder -manager eingesetzt, um auf Basis von Bedarfsanalysen geeignete Maßnahmen für die jeweilige Region zu entwickeln. Durch die Einbindung des RGMs in das Regionalmanagement soll gewährleistet werden, dass das Thema Gleichstellungsmanagement in allen Bereichen berücksichtigt wird.

Im Rahmen des Pilotprojekts in der Oststeiermark wurden Verbesserungspotenziale im Bereich Wirtschaft identifiziert. In Zusammenarbeit mit dem Metall & Technik-Cluster Oststeiermark wird das Projekt „Annas Garage“ ab Januar 2024 umgesetzt. Dabei sollen insbesondere Mädchen und Frauen niederschwellig Kontakt mit Unternehmen aus der Metall- und Technikbranche herstellen und gemeinsam mit Mitarbeitenden an konkreten Problemstellungen arbeiten, um ihre Interessen und Potenziale zu entdecken.

Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs der Pilotphase planen Frauenlandesrätin Juliane Bogner-Strauß und die beiden für die Regionalentwicklung zuständigen Landesrätinnen Barbara Eibinger-Miedl und Ursula Lackner, das Projekt „Regionales Gleichstellungsmanagement“ gemeinsam mit der Regionalpolitik und den steirischen Regionalmanagements bis Ende 2025 in alle Regionen auszurollen. Die Zwischenergebnisse und weitere Vorgehensweise wurden heute, am 18. September 2023, von den Landesrätinnen gemeinsam mit Fachabteilungsleiterin Alexandra Nagl und Daniela Adler, der Geschäftsführerin der Regionalentwicklung Oststeiermark, im Medienzentrum Steiermark präsentiert.

Die Landesrätinnen betonten die Bedeutung der Gleichstellung für die Regionalentwicklung und die Gesellschaft als Ganzes. Sie erklärten, dass die Chancengleichheit unabhängig vom Geschlecht ein fundamentaler Baustein sei, um eine lebenswerte Steiermark zu schaffen. Zudem wiesen sie darauf hin, dass das regionale Gleichstellungsmanagement ein wichtiges Instrument sei, um dieses Ziel zu erreichen.

Abschließend wurde deutlich gemacht, dass eine weitere Verzögerung der Gleichstellung nicht akzeptabel sei. Durch die Förderung von Chancengleichheit könnten nicht nur die regionale Wirtschaft und Produktivität gesteigert, sondern auch die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern und andere Ungleichheiten verringert werden.

Insgesamt zeigt das Projekt „Regionales Gleichstellungsmanagement“ in der Steiermark eine positive Entwicklung in Richtung mehr Gleichstellung in den Regionen. Durch die gezielte Förderung von Gleichstellung können die Lebensqualität vor Ort verbessert und die Steirischen Regionen langfristig entwickelt und zukunftsfähig gemacht werden.

Tabelle: Gleichstellungsprojekte in den Pilotregionen

Region Projekt Umsetzungszeitpunkt
Oststeiermark Projekt „Annas Garage“ – Kontakt zu Unternehmen der Metall- und Technikbranche ab Januar 2024
Liezen

Quelle: Land Steiermark



Quelle: Land Steiermark

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