Österreich

Tirols Energieversorger Tiwag zahlt nach Preiserhöhung 44 Millionen Euro zurück

Nach einer Vereinbarung zwischen dem Tiroler Energieversorger Tiwag und der Arbeiterkammer (AK) sollen ab März 44 Millionen Euro an Haushaltskunden zurückgezahlt werden. Dies ist das Ergebnis einer Musterklage der AK wegen einer angeblich ungerechtfertigten Strompreiserhöhung im Jahr 2022. Die Tiwag hat auf eine Berufung verzichtet und die Höhe der Rückzahlungssumme hängt vom durchschnittlichen Jahresverbrauch der Kunden ab. Ein durchschnittlicher Privathaushalt mit einem Verbrauch von 3.500 bis 4.000 Kilowattstunden kann mit einer Gutschrift von bis zu 285 Euro rechnen. Die Betroffenen werden in den nächsten Wochen kontaktiert und über die individuelle Gutschrift informiert. Die AK betonte, dass auch Kunden, die auf einen Neuvertrag gewechselt sind, eine geringere Gutschrift erhalten werden als Kunden, die im Altvertrag geblieben sind. Des Weiteren wird eine weitere Preissenkung zum Jahreswechsel erwartet. Die Modalitäten einer Rückzahlung für Kunden der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) sind derzeit noch offen und werden von AK und IKB diskutiert. Die IKB, deren Mehrheitseigentümer die Stadt Innsbruck ist, hat bisher erklärt, dass sie aufgrund außergewöhnlicher Umstände, die durch die Energiekrise entstanden sind, keine Entschädigungszahlungen leisten wird. Die AK drängt jedoch darauf, dass auch die IKB-Kunden entschädigt werden sollten.

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