Vorarlberg

Kulturabteilung vergibt zehn GO-Stipendien für Kunst- und Kulturschaffende im Ausland

Die Kulturabteilung des Landes Vorarlberg hat für das Jahr 2024 zehn GO-Stipendien vergeben, um Kunst- und Kulturschaffende dabei zu unterstützen, flexible Arbeitsaufenthalte im Ausland wahrzunehmen. Die Stipendien sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert und haben in diesem Jahr eine hohe Nachfrage verzeichnet. Insgesamt gingen 47 Bewerbungen für die geförderten Projekte in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik und Literatur ein. Im Vergleich zum Vorjahr (35 Bewerbungen) ist dies ein deutlicher Anstieg.

Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink freut sich über die gestiegene Nachfrage und betont, dass die Förderung von Arbeitssaufenthalten im Ausland sowohl ein langjähriger kulturpolitischer Schwerpunkt als auch ein Ziel der aktualisierten Vorarlberger Kulturstrategie ist. Die Stipendien wurden seit der ersten Ausschreibung im Jahr 2019 kontinuierlich erhöht, von anfangs fünf auf sieben und schließlich auf zehn Stipendien im Jahr 2023. Die Vergabe erfolgte in diesem Jahr durch eine Expertenkommission, bestehend aus Tobias Fend, Kathrin Dünser, Yvonne Rüscher, Manuela Schwärzler, Maria Simma und Ingrid Zumtobel-Amann, unter dem Vorsitz von Winfried Nußbaummüller.

Die GO-Stipendien sind weder an einen bestimmten Ort noch an eine bestimmte Zeit gebunden und ermöglichen es den Kunstschaffenden, ihre eigene Projektideen zu realisieren, internationale Netzwerke aufzubauen, Recherchen durchzuführen oder an bestehenden Residencies anzudocken.

In diesem Jahr wurden Stipendien an verschiedene Kunstschaffende vergeben, die in unterschiedlichen Bereichen tätig sind. In der Bildenden Kunst werden Monika Grabuschnigg, Mathias Kessler, Maria Mäser und Paul Mittler gefördert. Grabuschnigg und Mäser setzen ihre künstlerischen Recherchen in Japan fort, während Kessler für seine Fotoserie „Light Phenomena“ den Himmel und seine Verschmutzung in verschiedenen europäischen Ländern untersucht. Mittler begibt sich auf die Spuren der migrantischen Kultur in Vorarlberg nach Istanbul.

Im Bereich der Darstellenden Kunst sucht Stefanie „Momo“ Beck, eine Zirkusartistin, Clownfrau und Tänzerin, den Austausch in Residency-Projekten. Claudia Grava plant den dritten Teil eines Tango-Projekts in Buenos Aires.

In der Sparte Musik haben Julian Kenji Bertschler, Julia Scheurle und Tobias Vedovelli Stipendien erhalten. Bertschler möchte kollaborative, künstlerische Projekte durchführen und sich in Berlin oder London vernetzen. Scheurle plant Projekte im Bereich Community Music mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchthintergrund in Bregenz. Vedovelli möchte die Internationalisierung des Jazz Trios HAEZZ vorantreiben.

Monika Mayer-Pavlidis wurde in der Kategorie Literatur ausgezeichnet. Sie wird in einem biografischen Roman nach ihren familiären Wurzeln suchen und die bewegende Lebensgeschichte ihres kleinwüchsigen Vaters erzählen, der in Griechenland geboren wurde und auf der Suche nach Anerkennung als Schauspieler und der großen Liebe ist.

Die GO-Stipendien sind für Kunstschaffende oder Kollektive aus Vorarlberg in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik, Literatur und Film zugänglich. Sie sind flexibel in Bezug auf Ort, Dauer und Zeit und jedes Stipendium beträgt 5.000 Euro. Die Stipendiaten für das Jahr 2024 sind Stefanie „Momo“ Beck, Julian Bertschler, Monika Grabuschnigg, Claudia Grava, Mathias Kessler, Maria Mäser, Paul Mittler, Monika Mayer-Pavlidis, Julia Scheurle und Tobias Vedovelli.

Tabelle: Anzahl der Bewerbungen für GO-Stipendien in den letzten Jahren

Jahr Anzahl der Bewerbungen
2019
2020
2021 35
2022
2023 47
2024 47

Die Tabelle zeigt, dass die Anzahl der Bewerbungen für GO-Stipendien von Jahr zu Jahr steigt. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 47 Bewerbungen eingereicht, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg darstellt.



Quelle: Land Vorarlberg

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