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AUA-Streik in Osterferien: WKÖ-Luftfahrtobmann hält es für verantwortungslos und gefährlich für Arbeitsplätze

Der Obmann der Berufsgruppe Luftfahrt in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Günther Ofner, hat die Forderungen der Gewerkschaft vida nach bis zu 40% Gehaltsplus als maßlos überzogen kritisiert. Er warnt davor, dass die Umsetzung dieser Forderungen die wirtschaftliche Basis der Austrian Airlines (AUA) gefährden und die Arbeitsplätze von 6200 AUA-Beschäftigten massiv bedrohen würde. Ofner findet es auch nicht nachvollziehbar, dass AUA-Betriebsrat und Gewerkschaft mutwillig die Osterferien von über 52.000 Passagieren zerstören wollen, vor allem von Familien mit schulpflichtigen Kindern. Die Streikdrohung zu Ostern sei absolut verantwortungslos, da ein Streik keine Lösung bringe, sondern die Situation für alle Beteiligten verschlimmere. Ofner bezeichnet das geforderte Gehaltsplus von 40% auch als Provokation in Richtung der Steuerzahler, da die AUA erst vor Kurzem Staatshilfen erhalten hat und die Erfüllung dieser Forderungen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Airline gefährden würde. Zudem würden die Ticketpreise weiter steigen und vor allem Familien mit Kindern und einkommensschwache Gruppen belasten. Eine wirtschaftliche Schwächung der AUA wäre auch ein Schaden für den Wirtschaftsstandort Österreich. Ofner fordert eine rasche Lösung statt einer Eskalation auf dem Rücken der Passagiere. Das AUA-Management habe schon zahlreiche Zugeständnisse gemacht und ein überdurchschnittlich hohes Angebot vorgelegt. Es sei höchste Zeit, die Krawallaktionen gegen die AUA und ihre Passagiere zu beenden und einen Kompromiss zu finden, um die Reputation einer der besten Airlines Europas und des Luftfahrtstandorts Wien nicht weiter zu schädigen.

Lokale Auswirkungen und Kontext:
– Die AUA ist die größte Fluggesellschaft in Österreich und hat ihren Sitz in Wien.
– Die Airline spielt eine wichtige Rolle für den Wirtschaftsstandort und den Tourismus in Österreich.
– Die Forderungen der Gewerkschaft vida betreffen vor allem das Kabinenpersonal der AUA.
– Ein Streik während der Osterferien würde vor allem Familien mit schulpflichtigen Kindern treffen.
– Die AUA hat während der COVID-19-Pandemie finanzielle Unterstützung vom österreichischen Staat erhalten, um wirtschaftliche Schwierigkeiten zu überwinden.

Historische Fakten:
– Die Austrian Airlines wurde 1957 gegründet und war zunächst eine nationale Fluggesellschaft.
– In den 1990er Jahren wurde die AUA teilprivatisiert und später vollständig in die Lufthansa-Gruppe integriert.
– Im Jahr 2012 gab es einen größeren Tarifkonflikt zwischen der AUA und der Gewerkschaft vida, der zu Streiks führte.

Tabelle mit Informationen:

Gewerkschaftsforderungen Auswirkungen auf die AUA Auswirkungen auf Passagiere
bis zu 40% Gehaltsplus Gefährdung der wirtschaftlichen Basis der AUA und der Arbeitsplätze Zerstörung der Osterferienpläne von über 52.000 Passagieren, vor allem Familien mit Kindern
Provokation in Richtung der Steuerzahler Erhöhte Ticketpreise


Quelle: Wirtschaftskammer Österreich / ots

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