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ÖGB-Schuberth: Regierungsprogramm geht nicht weit genug für gemeinnützigen Wohnbau. Keine Maßnahmen gegen gestiegene Kreditzinsen. (98 Zeichen)

Der Chefökonom des ÖGB, Helene Schuberth, analysiert die Pläne der Bundesregierung zur Unterstützung der Bauwirtschaft und des Wohnbaus. Sie stellt fest, dass es in einigen Detailbereichen gute Impulse gibt, jedoch gehen die Maßnahmen nicht weit genug. Obwohl eine Milliarde Euro für den Wohnbau in den nächsten zwei Jahren reserviert ist, fordert Schuberth eine dauerhafte Unterstützung von einer Milliarde Euro pro Jahr.

Des Weiteren bemängelt Schuberth, dass die Ursachen der Baurezession nicht ausreichend angegangen werden. Insbesondere die stark gestiegenen Kreditzinsen für Immobilienkredite werden nicht in Betracht gezogen. Sie fordert, dass Banken verpflichtet werden sollen, variable Kredite zu einem günstigen Zinssatz in fixe Zinssätze umzuwandeln. Schuberth kritisiert außerdem, dass es bei den eigentumsfördernden Maßnahmen keine Einkommensgrenzen gibt, ab denen Zinszuschüsse gewährt werden können.

Ein weiteres Problem ist laut Schuberth die unzureichende Unterstützung des sozialen Wohnbaus. Aufgrund der massiven Bodenspekulation gibt es kaum leistbare Grundstücke für gemeinnützige Bauträger. Schuberth fordert, dass öffentliche Grundstücke vorrangig für den geförderten Wohnbau zur Verfügung gestellt werden müssen.

Insgesamt konstatiert Schuberth, dass es zwar gute Ansätze in den Plänen der Bundesregierung gibt, es jedoch weitere Maßnahmen und eine umfassendere Unterstützung des Wohnungsbaus und der Bauwirtschaft braucht.

Um die Informationen aus der Pressemitteilung besser darzustellen, werde ich eine Tabelle mit relevanten Informationen zu den Wohnbauplänen der Regierung erstellen:

Maßnahme Umfang Zeitraum
Reservierung von 1 Milliarde Euro für den Wohnbau 1 Milliarde Euro Nächsten zwei Jahre
Kompensation für gemeinnützige Wohnungswirtschaft Unbekannt Nächsten zwei Jahre
Korrektur der Mietpreisbremse Unbekannt Unbekannt
Bekämpfung der gestiegenen Kreditzinsen Fehlt Fehlt
Unterstützung des sozialen Wohnbaus Fehlt Fehlt

Es bleibt abzuwarten, ob die Regierung auf die Kritikpunkte des ÖGB eingeht und weitere Maßnahmen zur Unterstützung des Wohnungsbaus und der Bauwirtschaft ergreift.



Quelle: ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund / ots

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