Wien

Wiener Wohnen prüfte 2023 insgesamt 151 Verdachtsfälle – Detektive unterstützen bei illegaler Untervermietung

Wiener Wohnen setzt weiterhin auf Detektiv*innen und prüfte 2023 insgesamt 151 Verdachtsfälle.

Die städtische Hausverwaltung Wiener Wohnen geht seit Jahren rigoros gegen Fälle der Nichtbenützung oder der Untervermietung von Gemeindewohnungen vor. Seit 2021 arbeitet sie dabei erfolgreich mit Detektiv*innen zusammen. Insgesamt konnten seit Beginn dieser Zusammenarbeit bisher rund 300 Verdachtsfälle ermittelt werden, davon wurden alleine im Jahr 2023 rund 150 Fälle geprüft.

Die Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál betont, dass der Gemeindebau den Menschen als leistbares Zuhause zum Wohnen zur Verfügung stehen soll und nicht für Geschäftemacherei zweckentfremdet werden darf. Jede missbräuchlich verwendete Wohnung im Gemeindebau ist eine Wohnung zu viel. Der entschlossene Einsatz gegen illegal untervermietete oder nichtbenutzte Gemeindewohnungen zahlt sich aus. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit Konsequenzen rechnen.

Durch den Einsatz von Detektiv*innen ist sichergestellt, dass Verdachtsfälle, die bei Wiener Wohnen aufliegen, auch professionell überprüft werden. Es wird observiert, befragt und dokumentiert. Bei ausreichenden Beweisen für den Missbrauch von leistbarem Wohnraum in städtischen Wohnhausanlagen reicht Wiener Wohnen eine Mietvertragskündigung bei Gericht ein.

Aktuell beträgt der strategische Leerstand im Gemeindebau aufgrund von Wohnungswechseln, Sanierungen oder Zusammenlegungen rund drei Prozent.

Im Jahr 2023 wurden 150 Verdachtsfälle von den Detektivinnen überprüft, was einer Steigerung um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei einem Drittel der Fälle wurde der Verdacht der illegalen Untervermietung oder Nichtbenutzung bestätigt. Diese Wohnungen befinden sich bereits wieder im Bestand von Wiener Wohnen. Bei einem weiteren Drittel der Fälle steht das gerichtliche Urteil noch aus, während die Detektivinnen den Rest der Fälle noch genau prüfen.

Mieterinnen, die gegen das vertragliche Untermietverbot verstoßen und ihre Gemeindewohnungen auf Online-Plattformen wie Airbnb anbieten, müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Detektivinnen kontrollieren diese Plattformen stichprobenartig und wöchentlich.

Die Vermietung von Gemeindewohnungen der Stadt Wien über Online-Plattformen wie Airbnb ist seit 2022 gerichtlich untersagt.

Zusammenfassend hat der intensive und erfolgreiche Einsatz von Detektiv*innen dazu beigetragen, Verstöße gegen die Nutzung von Gemeindewohnungen aufzudecken und zu bekämpfen. Wiener Wohnen setzt sich weiterhin aktiv dafür ein, dass der leistbare Wohnraum für diejenigen zur Verfügung steht, die ihn am meisten brauchen, und nicht für illegale Zwecke missbraucht wird.

Tabelle der geprüften Verdachtsfälle:

Jahr Anzahl der geprüften Verdachtsfälle
2021 100
2022 130
2023 150


Quelle: Stadt Wien

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