Wien

Wiens neue Strom-Autobahn geht in Probebetrieb – Energiewende braucht Investitionen in das Stromnetz

Die Wiener Netze haben einen neuen Probebetrieb für ihre Strom-Autobahn gestartet. Wiens Stromnetze sind die einzigen regionalen Netzbetreiber in Österreich, die auch ein 380 kV-Hochspannungs-Kabelnetz unter der Erde betreiben. Das Netz wird derzeit ausgebaut, um eine sichere Stromversorgung in Zukunft zu gewährleisten. Der Versorgungsring, der von Oberlaa nach Kledering führt und dann weiter durch die Innenstadt nach Ottakring und zurück nach Oberlaa, bildet das Rückgrat der Stromversorgung in Wien.

Die neue Verbindung zur neuen Schaltanlage in Simmering wurde durch einen Ringschluss vervollständigt und befindet sich nun im Probebetrieb mit einer Spannung von 380.000 Volt. Der Stadtrat Peter Hanke betonte, dass der Ausbau des Stromnetzes ein wichtiger Schritt für die Energiewende sei, um Wien wettbewerbsfähig und lebenswert zu halten. Von der südlichen Stadtgrenze bis zum Umspannwerk Simmering wurden Strommasten für die Freileitung errichtet und Kabel in die Erde verlegt, um Strom aus den Windparks und Photovoltaik-Anlagen im Süden Wiens in die Stadt zu bringen.

Im Umspannwerk Simmering werden fünf neue Transformatoren in der Größe eines Tiny Houses installiert. Mit dem Anschluss des neu verlegten Kabels an die Schaltanlage ist die Ringleitung nun im Probebetrieb. Die Investitionen für den Ausbau des 380kV-Rings belaufen sich auf rund 150 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 300 Millionen Euro in den Ausbau der Energienetze in Wien investiert, und in den kommenden 10 Jahren werden es über 3 Milliarden Euro sein.

Das Stromnetz in Wien und Umgebung gilt als eines der sichersten weltweit mit einer Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent. Die Wiener Netze planen, forschen und investieren vorausschauend, um die Stromversorgung für die rund 1,6 Millionen Kunden in Zukunft sicherzustellen. Das Stromnetz ist insgesamt 20.700 Kilometer lang und umfasst 46 Umspannwerke und 11.000 Trafostationen.

Eine Besonderheit des Wiener Stromnetzes ist das Konzept von „n-1“, bei dem jede Netzkomponente und jedes Kabel im Falle eines Ausfalls einen Ersatz hat. Dadurch können Kundeanlagen über ein anderes System versorgt werden und die Ausfallzeiten sind sehr kurz. Der Abschluss des 380-kV-Rings erhöht diese Sicherheit noch weiter.

Die Investitionen in die Infrastruktur sind auch ein Wirtschaftsstimulus für Wien, da die Wiener Netze hauptsächlich Materialien und Dienstleistungen von Unternehmen mit Sitz in Wien beziehen.

Hier ist eine Tabelle, die Informationen zur Stromversorgung in Wien enthält:

| Länge des Stromnetzes | 20.700 Kilometer |
| Anzahl der Umspannwerke | 46 |
| Anzahl der Trafostationen | 11.000 |
| Spannung des Probebetriebs | 380.000 Volt |
| Investitionen für den Ausbau des 380-kV-Rings | rund 150 Millionen Euro |
| Investitionen in den Ausbau der Energienetze in Wien im letzten Jahr | mehr als 300 Millionen Euro |
| Prognostizierte Investitionen in den kommenden 10 Jahren | über 3 Milliarden Euro |

Mit dem Ausbau des Stromnetzes und der Fertigstellung der neuen Schaltanlage in Simmering ist Wien auf dem Weg zur sicheren und nachhaltigen Stromversorgung in der Energiewende.



Quelle: Stadt Wien

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