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Wirtschaftsbund unterstützt Lohnnebenkostensenkung – Österreich hat hohe Lohnnebenkosten

Wirtschaftsbund begrüßt Kochers Vorstoß zur Lohnnebenkostensenkung

Der Wirtschaftsbund in Österreich hat den Vorstoß von Finanzminister Gernot Blümel zur Senkung der Lohnnebenkosten begrüßt. Laut Kurt Egger, dem Generalsekretär des Wirtschaftsbunds, behindern die hohen Lohnnebenkosten die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft. Insbesondere die Exportwirtschaft, die im internationalen Wettbewerb steht, ist von den steigenden Personalkosten betroffen. Egger betont die Dringlichkeit einer Senkung der Lohnnebenkosten, um mittelfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Österreich erzielt die Hälfte seines Einkommens aus dem Ausland, daher hätte ein Rückgang der Wirtschaftsleistung im internationalen Handel erhebliche Auswirkungen auf den Wohlstand des Landes.

Österreich verzeichnet laut Egger die fünfthöchsten Lohnnebenkosten innerhalb der Europäischen Union (EU). Um die Lohnstückkosten zu senken und Österreich wieder wettbewerbsfähig zu machen, fordert der Wirtschaftsbund eine stufenweise Senkung der Lohnnebenkosten auf Arbeitgeberseite. Gleichzeitig müsse eine alternative Finanzierung aus dem Budget gefunden werden, um sicherzustellen, dass die Senkung der Lohnnebenkosten nicht zu einem Anstieg der Lohnstückkosten führt.

Historisch gesehen, haben die Lohnnebenkosten in Österreich in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Eine Studie der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2018 zeigt, dass die Lohnnebenkosten in Österreich im Vergleich zu anderen EU-Ländern überdurchschnittlich hoch sind. Diese hohe Belastung der Arbeitgeber führt dazu, dass österreichische Unternehmen im internationalen Wettbewerb benachteiligt sind.

Um den Lesern einen Überblick über die aktuellen Lohnnebenkosten in Österreich zu geben, wird eine Tabelle mit relevanten Informationen hinzugefügt:

Land Lohnnebenkosten (in % des Bruttolohns)
Österreich 22,5%
Belgien 25%
Frankreich 26,6%
Italien 27,4%
Griechenland 27,8%

Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Belastung der Arbeitgeber in Österreich im Vergleich zu anderen EU-Ländern. Eine Senkung der Lohnnebenkosten würde es österreichischen Unternehmen ermöglichen, ihre Produkte und Dienstleistungen zu wettbewerbsfähigeren Preisen anzubieten und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen.

Abschließend betont der Wirtschaftsbund die Bedeutung einer Senkung der Lohnnebenkosten für den langfristigen Erfolg der österreichischen Wirtschaft. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Senkung der Lohnnebenkosten auf Arbeitgeberseite in Kombination mit einer alternativen Finanzierung aus dem Budget nebenbetriebliche Belastungen reduzieren und Österreich wieder zu einem attraktiven Standort für Unternehmen machen würde. Es bleibt abzuwarten, wie die österreichische Regierung auf den Vorstoß des Wirtschaftsbunds reagieren wird und welche konkreten Maßnahmen zur Senkung der Lohnnebenkosten ergriffen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Wirtschaftsbunds



Quelle: Österreichischer Wirtschaftsbund / ots

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