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Beschlüsse zur Stärkung des Ehrenamts und Kinderrechten bei Klimapolitik – Bundesjugendvertretung

Bei der gestrigen 23. Vollversammlung der Bundesjugendvertretung (BJV) in Wien wurden eine Reihe von Beschlüssen zu aktuellen Jugendthemen gefasst. Die Delegierten aller 59 Mitgliedsorganisationen diskutierten über die Kinderrechte-Kampagne „Unsere Rechte, eure Spielregeln“ sowie über die Anliegen junger Menschen in Bezug auf Klima, Inklusion und Beteiligung. Als Ehrengast war Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm anwesend und bedankte sich bei den Delegierten für ihr ehrenamtliches Engagement.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Vollversammlung war die Gründung eines Kinder- und Inklusionsbeirats. Die BJV hat eigene Kinderrechte-Workshops durchgeführt und einen eigenen Kinderbeirat ins Leben gerufen. Dies ermöglicht es jungen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, ihre Anliegen direkt in die Arbeit der BJV einzubringen.

Darüber hinaus plant die BJV im Jahr 2024, die Jugendbeteiligung im Hinblick auf bevorstehende Wahlen zu fördern. Es sollen Informationsveranstaltungen zu jugendspezifischen Themen der Parteien organisiert werden, um junge Wählerinnen zu informieren und den Dialog zwischen Jugendlichen und Politikerinnen zu fördern.

Ein weiterer besprochener Punkt war die Strafmündigkeit von Jugendlichen. Die Delegierten sprachen sich deutlich gegen eine Absenkung des Strafmündigkeitsalters aus. Sie argumentierten, dass dies den UN-Empfehlungen widerspreche und laut Expert*innenmeinungen nicht präventiv gegen kriminelle Handlungen wirke. Stattdessen forderten sie die Wiedereinführung des Jugendgerichtshofs und eine Stärkung der Sozialarbeit.

Die Vollversammlung setzte sich zudem für die Stärkung des Ehrenamts im Kinder- und Jugendbereich ein. Junge Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, stehen jedoch vor Herausforderungen hinsichtlich der Vereinbarkeit mit Ausbildung oder Beruf. Daher forderten die Delegierten Erleichterungen für das ehrenamtliche Engagement, wie beispielsweise einen Sonderurlaub von mindestens fünf Tagen für die Abhaltung von Sommercamps.

Ein weiteres Thema war der Klimaschutz als Kinderrecht. Kinder und Jugendliche sind besonders von den Folgen der Klimakrise betroffen, daher betonten die Delegierten die Notwendigkeit eines Klimaschutzgesetzes und weiterer Maßnahmen wie einer Kinderverträglichkeitsprüfung in Stadt-, Raum- und Verkehrsplanung. Es wurde auch eine Freifahrt für alle unter 30 für öffentliche Verkehrsmittel in Österreich gefordert.

Weitere Beschlüsse der Vollversammlung betrafen die Stärkung der Gedenk- und Erinnerungskultur sowie einen Schwerpunkt auf Demokratiebildung im Rahmen der Aktivitäten zu den bevorstehenden Wahlen.

Anbei eine Tabelle mit einer Übersicht der Beschlüsse:

Beschluss Nr. Thema Beschreibung
1 Kinderrechte-Workshops Die BJV führt eigene Kinderrechte-Workshops durch.
2 Kinderbeirat Ein eigener Kinderbeirat wurde gegründet.
3 Jugendbeteiligung bei Wahlen Die BJV informiert junge Wählerinnen über jugendspezifische Themen der Parteien und organisiert Dialogveranstaltungen mit Politikerinnen.
4 Strafmündigkeit Die Delegierten sprachen sich gegen eine Absenkung der Strafmündigkeit aus und forderten die Wiedereinführung des Jugendgerichtshofs.
5 Stärkung des Ehrenamts Die Vollversammlung forderte Erleichterungen für das ehrenamtliche Engagement im Kinder- und Jugendbereich.
6 Klimaschutz als Kinderrecht Es wurde die Notwendigkeit eines Klimaschutzgesetzes betont und weitere Maßnahmen wie eine Kinderverträglichkeitsprüfung gefordert.
7 Freifahrt für alle unter 30 Die Delegierten forderten eine Freifahrt für alle unter 30 in öffentlichen Verkehrsmitteln in Österreich.
8 Gedenk- und Erinnerungskultur Die Gedenk- und Erinnerungskultur soll gestärkt werden.
9 Demokratiebildung Die Aktivitäten im Rahmen der bevorstehenden Wahlen sollen einen Schwerpunkt auf Demokratiebildung setzen.

Die Beschlüsse der Vollversammlung der Bundesjugendvertretung widerspiegeln die Anliegen junger Menschen in Österreich und zeigen das Engagement der Jugendlichen für die Kinderrechte, Jugendbeteiligung, Strafrecht und Klimaschutz. Die BJV setzt sich dafür ein, die Stimme der jungen Generation zu hören und deren Anliegen in Politik und Gesellschaft zu vertreten.



Quelle: Bundesjugendvertretung / ots

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