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Licht aus im Windpark: Wind-Branche begrüßt Gesetzesantrag zur Minimierung des nächtlichen Blinklichts

Die Windbranche in Österreich begrüßt den Gesetzesantrag zur Einführung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung in Windparks. Durch diese Regelung könnte das nächtliche Blinklicht von Windrädern auf ein Minimum reduziert werden. Die Windbranche hofft, dass dies zu einer gesteigerten Akzeptanz und zu einem schnelleren Ausbau der Windkraft führen wird.

Die Diskussion über die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung dauert bereits seit etwa 10 Jahren an. Das Ziel ist es, dass die roten Blinklichter im Windpark in der Nacht zu 99 % der Zeit ausgeschaltet bleiben. Die Nachtkennzeichnung ist wichtig, um Flugobjekte, die in der Nacht und bei schlechter Sicht unterwegs sind, auf die Windräder aufmerksam zu machen und Kollisionen zu vermeiden.

Der Gesetzesantrag für eine Novelle des Luftfahrtgesetzes wurde von der ÖVP und den Grünen eingebracht und soll im März im Nationalrat behandelt werden. Dies würde die rechtliche Grundlage schaffen, um die Nachtkennzeichnung von Windrädern nur dann zu aktivieren, wenn sich ein Flugobjekt dem Windpark nähert. Dadurch könnten die Lichtemissionen von Windrädern auf ein Minimum reduziert werden.

Derzeit ist das Dauerblinken in der Nacht gesetzlich verpflichtend. Mit der Einführung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung in Österreich würde das Land zu anderen Ländern aufschließen, in denen ähnliche Systeme bereits im Einsatz sind, wie zum Beispiel Deutschland und die Niederlande. In Deutschland können Windparks seit 2015 mit einer bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung ausgestattet werden. In Österreich ist geplant, dass die Flugsicherung der Austro Control über ein Online-Signal die Blinklichter automatisiert ein- und ausschaltet.

Es sind jedoch noch weitere Schritte erforderlich, bevor die Lichter in den Windparks tatsächlich ausgeschaltet werden können. Nach dem Beschluss der Novelle im Nationalrat und Bundesrat müssen noch eine Luftfahrtsverordnung und Änderungen bei den Genehmigungen der Windparks erfolgen.

Die Zustimmung zur Windkraft in Österreich bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Eine klare Mehrheit der österreichischen Bevölkerung befürwortet den Ausbau der Windkraft. Die Einführung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung könnte dazu beitragen, potenzielle Hürden für die Akzeptanz aus dem Weg zu räumen.



Quelle: IG Windkraft Österreich / ots

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