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Logopädie in Kindergärten und Horten: Förderung durch Krankenkassen unbedingt beibehalten

Vor rund zwei Jahren hat die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) die finanzielle Unterstützung für mobile Logopädie in Kindergärten und Horten eingestellt. Dies hat gravierende Auswirkungen, da immer mehr Kinder in ihrer Entwicklung zurückfallen, weil logopädische Angebote für Eltern schwerer zugänglich sind. Der private Kindergarten- und Hortträger Kinder in Wien (KIWI) fordert daher, dass mobile Logopädinnen weiterhin Diagnostik und Therapie direkt in Kindergärten und Horten anbieten können und dass die Krankenkassen die Kosten übernehmen. Laut KIWI spielt die Sprachentwicklung eine entscheidende Rolle in der frühkindlichen Bildung, und die Zusammenarbeit mit Logopädinnen in den Einrichtungen ermöglicht eine umfassende Unterstützung der ganzheitlichen Entwicklung der Kinder. Das Wegfallen der Kostenübernahme bedeutet für Familien mit Logopädiebedarf enorme finanzielle und zeitliche Hürden. KIWI ruft daher die Verantwortlichen auf, die Kostenübernahme sicherzustellen, um Familien finanziell zu entlasten. KIWI unterstützt außerdem die Petition „Elementare Bildung ist MEHR wert“, die auf eine nachhaltige Verbesserung der bildungspolitischen Rahmenbedingungen für die Elementarpädagogik abzielt.

Um das Ausmaß der Situation besser zu verstehen, sind hier einige Fakten zu beachten:

  • Die finanzielle Unterstützung für mobile Logopädie in Kindergärten und Horten wurde vor rund zwei Jahren, am 1. Jänner 2022, durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) eingestellt.

  • Die Entscheidung der ÖGK hat gravierende Auswirkungen und führt dazu, dass immer mehr Kinder in ihrer Entwicklung zurückfallen.

  • Die mobile Logopädie ermöglicht es Logopädinnen, Diagnostik und Therapie direkt vor Ort in Kindergärten und Horten anzubieten.

  • Die Kostenübernahme für mobile Logopädie durch die Krankenkassen ist entscheidend, da Familien sonst auf eigene Kosten und mit hohen Wartezeiten die Praxis von Logopädinnen aufsuchen müssen.

  • Dies stellt für viele Familien eine zeitliche und finanzielle Hürde dar, die oft unüberwindlich ist.

  • KIWI fordert, dass die Krankenkassen auch zukünftig die Kosten für mobile Logopädie übernehmen, um Logopädinnen vor Ort in den Einrichtungen arbeiten zu lassen und Familien finanziell zu entlasten.

  • Die Sprachentwicklung spielt eine entscheidende Rolle in der frühkindlichen Bildung und die Zusammenarbeit mit Logopädinnen ermöglicht eine umfassende und individuelle Unterstützung der ganzheitlichen Entwicklung der Kinder.

  • Die Investition in die sprachliche Entwicklung der Kinder zahlt sich langfristig aus und fördert gleiche Bildungschancen für alle.

  • KIWI unterstützt die Petition „Elementare Bildung ist MEHR wert“, die eine nachhaltige Verbesserung der bildungspolitischen Rahmenbedingungen für die Elementarpädagogik anstrebt.

Tabelle: Kostenübernahme für mobile Logopädie in Kindergärten und Horten

Krankenkasse Kostenübernahme für mobile Logopädie
Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) Keine Kostenübernahme seit 1. Jänner 2022
Andere Krankenkassen Derzeit keine Informationen verfügbar

Die Forderung von KIWI, die Kostenübernahme für mobile Logopädie sicherzustellen, ist wichtig, um Familien mit Logopädiebedarf zu entlasten und gleiche Bildungschancen für alle Kinder zu ermöglichen. Die Sprachentwicklung spielt eine entscheidende Rolle in der frühkindlichen Bildung und eine umfassende Unterstützung durch mobile Logopädinnen in den Kindergärten und Horten ist daher von großer Bedeutung.

Historischer Kontext:
Die Logopädie ist ein Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen befasst. Sie wird sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen angewendet. In den letzten Jahren hat die Bedeutung der frühkindlichen Bildung und Förderung immer mehr an Aufmerksamkeit gewonnen. Die Sprachentwicklung spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie die Basis für den Erwerb von Lesen, Schreiben und mathematischen Fähigkeiten bildet. Eine frühzeitige Unterstützung bei sprachlichen Schwierigkeiten ist daher essentiell für die Bildung und Entwicklung der Kinder.



Quelle: KIWI – Kinder in Wien / ots

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