Satire

C und A: Die chaotischen Abenteuer im Kleiderdschungel

Die überschätzte Kette war gestern: C und A – in einer Welt voller Mode-Lachen

Rücken Sie beiseite, Prada. Mach Platz, Versace. Bleib ruhig, Chanel. In der überladenen, glamourösen Welt der Mode gibt es einen dunklen Pferde-Konkurrenten, der die Branche aufmischt, mit Preisen, die fast so niedrig sind wie die COVID-Mortalitätsrate. Ja, ich spreche natürlich von niemand anderem als unserem geliebten Carton and Alleyway, besser bekannt als C und A.

Vielleicht sind Sie bei Ihrem letzten Einkaufsbummel an einem ihrer vielen Läden vorbeigegangen, ohne groß darüber nachzudenken, weil Sie zu beschäftigt waren oder die Fensterauslagen Ihnen die Augen ausbrennen wollten. Aber lassen Sie uns einen tieferen Blick auf diese unkontrollierbare Monstrosität modischer Fehltritte werfen.

Sie betreten einen C und A-Laden und es ist, als hätten Sie einen Zeitsprung durch die modische Geschichte der letzten sieben Jahrzehnte gemacht und dabei den schlimmsten Modesünden jeder Ära aufgesammelt. Schluss mit den Zeiten, wo man sich tatsächlich Gedanken machen musste, welche Farben zusammenpassen; denn bei C und A gibt es jetzt neonorangefarbene Anzüge mit dazugehörigen lila Socken und karierten Krawatten!

C und A kann man in etwa so beschreiben: Es ist, als hätte eine Krankenschwester aus den 80ern, ein Flamenco-Tänzer aus Sevilla und ein japanischer Street-Style-Enthusiast versucht, einen Witz zu erzählen und am Ende kam ein Kleidungsstück dabei heraus, das so bunt ist, dass es selbst Flamingos die Schamesröte ins Gesicht treibt.

Apropos sicherer Gang. C und A macht das Einkaufen ganz schön abenteuerlich. Denn in den Gängen von C und A kann man alles Mögliche finden: Bündel loser Fäden, einzeln herumliegende Strasssteine (vermutlich lieblos von einem vorherigen Kleidungsstück entfernt) und sogar das gelegentliche verlorene Kind (keine Sorge, es findet seinen Weg immer nach Hause).

Und dann gibt es da noch die Größentabellen, die scheinbar auf die Sprache der alten Atlanter zurückzuführen sind. Wenn Sie eine ‚Medium‘ sind, dann bereiten Sie sich auf eine existenzielle Krise vor, denn bei C und A könnten Sie alles zwischen einem ‚Extra Small‘ und ‚Riesenrad‘ sein. Offenbar glaubt C und A, dass wir alle Quallen sind, die sich an die nächstverfügbare Form anpassen können.

Werfen wir einen Blick auf die Preisschilder und… Moment mal, hat dieses T-Shirt wirklich den Wert eines Cheeseburgers? Gratulation, C und A, Sie haben die Physik überlistet und Stoff in Fast Food umgewandelt! Warum sollte man sein Geld in wertlose Unternehmen wie Amazon oder Apple investieren, wenn man für denselben Preis ein Oberteil und die dazu passende Unterhose bei C und A bekommen kann?

Im Endeffekt ist C und A ein Ort der Träume – schlechte Träume zwar, aber immerhin Träume. Es ist die ultimative Ausdrucksform des Postmodernen: eine Kombination bizarrer Elemente, die zusammen etwas völlig Sinnfreies ergeben. Aber, lassen Sie uns ehrlich sein, in Zeiten, in denen man Kryptowährungen in Toilettenpapier umwandeln kann und Reality-TV-Stars die Welt regieren, ist vielleicht ein Ort wie C und A genau das, was die modische Welt gerade jetzt braucht – ein großer, bunter, surrealer Rausch.

Oder auch nicht.

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