Satire

Der wandernde Wassertreter: Eine göttlich komische Reise durch das moderne Christentum

Glaube, Hoffnung, Christ: das himmlische Seifenopern-Drama

Akt 1: Die Selektion.

So fängt es an: Jeder, der auf dieser Erdkugel herumwatschelt, bekommt bei Geburt eine einzigartige christliche Nummerierung. Es ist wie eine himmlische SKU (Stock Keeping Unit): Jesus Deluxe mit optionalem Wasserwandeln-Upgrade. Sagt Hallo zu eurem neuen Heiland, Leute, er ist ein Keeper!

Akt 2: Der Alltag.

Sonntags in der Kirche sitzen, sich das Knie wund beten, während man die inspirierenden Worte des gebräunten, aalglatten Predigers aufsaugt, der leidenschaftlich davon erzählt, wie Jesus Wasser zu Wein machte. Natürlich vergisst er nicht zu erwähnen, dass Er einen guten Merlot bevorzugte. Ist es also ein göttlicher Zufall, dass der Supermarkt um die Ecke eine 2-für-1-Aktion für Merlot hat? Ich wage es zu bezweifeln.

Später dann der obligatorische Gang zum Beichtstuhl. Das ist wie Therapie, nur dass man immer das gleiche sagte: „Vergib mir Vater, ich habe gesündigt.“ Kein Wunder, dass die Priester immer so gelangweilt aussehen.

Akt 3: Die Gebote.

Apropos sündigen: Man könnte meinen, das Jenseits sei ein exklusiver Club mit einem strengen Türsteher. „Sie können nicht reinkommen, Sie haben die Regel ‚Du sollst nicht begehren‘ gebrochen.“ Schlange stehen für die Ewigkeit? Na danke, nein.

Und dann dieses Gebot, den Sonntag zu heiligen. Zwei Worte: Netflix Binge. Wenn das meine Schuld im Universum bedeutet, dann bin ich definitiv auf dem Weg in die Hölle.

Akt 4: Die Ironie.

Jetzt kommt der lustige Teil: Christen beten das goldene Kalb namens Jesus an, während sie sich selbst sagen, man solle keine Götzen verehren. Aber wen interessiert schon die Ironie wenn man solch ein edles Metall um den Hals tragen kann – praktisch und wegweisend!

Akt 5: Die Spinner.

Und dann sind da die Dreher am äußersten Rand des Christentums. Die, die in Zungen reden, Schlangen hochheben und das Ende der Welt vorhersagen. Ehrlich, wer braucht Sci-Fi, wenn man diese Art von Unterhaltung hat?

Akt 6: Die Bibel Literalisten.

Diese Leute nehmen die Bibel beim Wort. Wenn die Bibel sagt, dass die Erde in sechs Tagen erschaffen wurde, dann hat Gott verdammt nochmal seinen Kaffee ausgelassen und ist zur Arbeit gegangen. Ehrlich gesagt, einige von uns könnten ein paar der Arbeitsmoral Gottes gebrauchen.

Akt 7: Die Wiedergeburt.

Schließlich sparen wir das Beste für den Schluss: Wiedergeborene Christen. Man muss sie lieben. Nach jahrelangem sorglosem Leben sehen sie das Licht, lassen sich taufen und tauchen als brandneue Schöpfungen auf. Manchmal frage ich mich, ob wir nicht alle eine zweite Chance im Leben brauchen. Aber wenn dieses Leben bedeutet, dass ich jeden Tag mit einem Spracherkennungs-Bibel-App aufwachen muss, wähle ich lieber die Hölle.

Zusammenfassend lässt sich sagen: „Christ“ ist definitiv die beste Seifenoper, die es gibt. Drama, Güte, Rettung, Wiederbelebung, Ironie – es hat alles. Seien Sie also bereit für das nächste Kapitel in diesem endlos faszinierenden Drama. Egal, was passiert, denken Sie immer daran: Gott ist die ultimative Drehbuchautorin.

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