Satire

Sommerferien NRW 2023: Die skurrile Testosteronepoche der verwechselten Schuldaten- Wenn Westfalen unbewusst Ostfriesland besucht

Es ist ziemlich offensichtlich, dass die Landesregierung von NRW sich mit dem Thema „Sommerferien“ nicht wirklich auseinandersetzt. Und warum sollten sie auch? Schließlich sind sie nicht diejenigen, die mit überhitzten, gelangweilten, zuckerhochgedrehten Kids feststecken, die ihre Energie nicht loswerden können, weil, wer hätte das gedacht, es draußen tatsächlich 35 Grad hat. Sie sind auch nicht diejenigen, die herausfinden müssen, wie man sich bis August 2023 an den verrückten Schulferienkalender halten soll, der mehr Lücken hat als das aktuelle mobile Daten-Netzwerk.

Aber warten Sie mal kurz…Sind sie nicht genau dafür zuständig? Wir als Eltern müssen uns fragen, ob die Sommerferien in NRW tatsächlich geplant sind oder ob sich unsere geliebten Beamten einfach jedes Jahr kurz vor knapp im Landtag treffen und dabei entscheiden: „Lasst uns einfach den gleichen Mist wieder machen wie letztes Jahr“.

Schauen wir uns das mal näher an.


Zwischenüberschrift: Der Ferienkalender: Ein Albtraum in Papierform


Sie kennen diesen Jahreskalender, der in jedem Klassenzimmer hängt, richtig? Dieses Monster von einem Plan, der mehr Farben hat als ein Regenbogen nach einem Erdbeershake-Unfall und dabei soll er uns nur die Unterrichtsfreiheiten anzeigen. Glücklicherweise benötigen wir einen speziell ausgebildeten Codebrecher aus dem Zweiten Weltkrieg, um dieses Ding lesen zu können.

Rot sind die Feiertage, blau sind die Schulferien, gelb – wie passend – sind die Brückentage, grün sind die beweglichen Ferientage und lila… Ich habe keine Ahnung, was lila ist. Wahrscheinlich für den Tag reserviert, an dem Aliens die Erde übernehmen.


Zwischenüberschrift: Sommerferien: Die Hölle beginnt


Aber jetzt sind wir bereit. Es ist endlich – zu unserem Schrecken – Zeit für die Sommerferien. Nun, nein, korrigiere mich. Es ist Zeit für die Sommerpause, denn „Ferien“ suggeriert Freizeit, Spaß und Entspannung und davon ist ganz bestimmt nichts in Sicht.

– „Ich langweile mich.“
– „Ich will ins Schwimmbad gehen.“
– „Es ist zu heiß.“
– „Ich habe Hunger.“
– „Ich will nicht ins Bett gehen.“

Dies sind nur einige der Sätze, die wir Eltern die gesamten Sommerferien, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute zu hören bekommen. Falls jemand also eine bahnbrechende Wegwerf-Erfindung hat, um alle Eltern vor dem Ausbrennen zu bewahren, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzugeben.


Zwischenüberschrift: Pädagogischer Wert: Null Punkte


Und dann noch die schulische Seite der Sommerferien. Ach, das lernen. Oder besser gesagt, das NICHT Lernen. Denn die Sommerferien in NRW scheinen vor allem eine Möglichkeit zu sein, all das vergessen zu können, was die Kinder das ganze Jahr über gelernt haben. Denn warum sollte man auf den Geistesblitz kommen, seine Kinder während der Sommerpause zu unterrichten? Sie haben ja 6 volle Wochen, um all die Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften zu vergessen. Da fällt das ein oder andere „Ich weiß nicht mehr, was das Kleine Einmaleins ist“ doch kaum ins Gewicht.

Was wir hier wirklich haben, sind nicht „Sommerferien“, sondern „Sommerleiden“ – ein sechswöchiges Martyrium für Eltern in ganz NRW. Aber, hey, wenigstens erhalten wir alle diesen schönen, farbcodierten Kalender. Wenn das kein Trost ist!

Am Ende bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als zusammen mit unseren Kindern in den Überlebensmodus zu schalten und zu hoffen, dass wir bis zum Ende der Ferien noch genug Nerven haben, um einen weiteren Schulalltag zu überstehen. Bis dahin, meine Damen und Herren, sende ich Ihnen Mut und Kraft für die bevorstehenden Sommerferien in NRW 2023. Mögen die Spiele beginnen!

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