ChronikWirtschaft

Wohnbaupaket der Bundesregierung: VÖPE fordert steuerliche Entlastung für private Investitionen in Mietwohnungen

Als regionaler Redakteur aus Österreich würde ich folgenden redaktionellen Beitrag verfassen:

Die österreichische Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE) hat das Wohnbaupaket der Bundesregierung begrüßt, das in den „Salzburger Nachrichten“ angekündigt wurde. Schon im vergangenen Jahr hat die VÖPE darauf hingewiesen, dass antizyklische Maßnahmen erforderlich sind, um den Wohnungsbau anzukurbeln.

Die VÖPE, als Zusammenschluss von 60 Projektentwicklern und Bauträgern, sieht die Stärkung des gemeinnützigen Wohnbaus und der privaten Investitionen in den Wohnbau als entscheidend für die Ankurbelung der Konjunktur. Die Vereinigung schlägt zwei steuerliche Maßnahmen vor, die ihrer Ansicht nach wenig kurzfristige Budgetauswirkungen haben.

Der erste Vorschlag besteht darin, die steuerlichen Liebhabereifristen für Investitionen in Immobilien um 10-15 Jahre zu verlängern. Die aktuellen Zeiträume von 20-25 Jahren wurden in den 1990er Jahren festgelegt, basierend auf den üblichen Laufzeiten von Immobilienfinanzierungen. Angesichts der gestiegenen Kosten für Immobilienfinanzierungen wird mittlerweile von einer Finanzierungsdauer von 35 Jahren ausgegangen. Es wäre daher sinnvoll, die Liebhabereiberechnung entsprechend anzupassen.

Als zweite Maßnahme schlägt die VÖPE eine reformierte Absetzung für Abnutzung für Immobilien nach deutschem Vorbild vor. In Deutschland ermöglicht das Maßnahmenpaket der Bundesregierung seit September 2023 eine degressive Abschreibung von 6% bzw. eine lineare Abschreibung von 3% für Investitionen in Mietwohnungen. Obwohl in Österreich bereits beschleunigte Abschreibungsmöglichkeiten im Zuge von COVID-19 eingeführt wurden, sieht die VÖPE weiteren Handlungsbedarf, um Investitionen zu erleichtern.

Die VÖPE betont die Notwendigkeit, den Bausektor, insbesondere den personalintensiven Hochbau, zu stärken. Sie stellt sich als Vertretung der Branche vor, die konstruktive und praxistaugliche Vorschläge einbringt. Weitere Vorschläge und Maßnahmen, die aus Sicht der VÖPE notwendig sind, finden sich auf ihrer Website unter https://www.voepe.at/rettetdenwohnbau/.

Die Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE) besteht aus 60 Bauträgern österreichweit und vertritt die gemeinsamen Interessen der Projektentwickler in Österreich.

Diese Tabelle fasst die vorgeschlagenen steuerlichen Maßnahmen zur Ankurbelung privater Investitionen im Wohnbau zusammen:

MaßnahmeBeschreibung
Verlängerung der steuerlichen LiebhabereifristenErhöhung der Zeiträume von 20-25 Jahren aufgrund gestiegener Immobilienfinanzierungsdauer auf 35 Jahre
Reform der Absetzung für Abnutzung für ImmobilienEinführung einer degressiven oder linearen Abschreibung von Investitionen in Mietwohnungen

Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung diese Vorschläge der VÖPE aufgreifen und in das geplante Wohnbaupaket integrieren wird. Die Stärkung des Wohnungsbaus und der damit verbundene Konjunkturaufschwung wären für die österreichische Bau- und Immobilienbranche von großer Bedeutung.



Quelle: VÖPE – Vereinigung Österreichischer Projektentwickler / ots

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"