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„BRS fordert drastische Maßnahmen gegen ASP-Ausbrüche in Hessen“

Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in hessischen Hausschweinebeständen führen dazu, dass der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) dringend die Tötung von Schweinen in infizierten Zonen fordert, um sowohl die weitere Verbreitung der Seuche als auch erhebliches Tierleid zu vermeiden, was besonders durch die angespannte Situation in der Tierhaltung während der letzten Monate verstärkt wird.

Tierschutz und Seuchenbekämpfung: Eine Herausforderung für die Landwirtschaft in Hessen

In den letzten Wochen haben sich die Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in hessischen Hausschweinebeständen gehäuft, was sowohl für Landwirte als auch für die Gemeinschaft große Besorgnis auslöst. Die Auswirkungen dieser Seuche sind nicht nur gesundheitlicher Natur, sondern betreffen auch das Wohl der Tiere und die wirtschaftliche Stabilität der betroffenen Betriebe.

Die Auswirkung auf die Tierhaltung

Die aktuelle Situation stellt eine emotionale und wirtschaftliche Belastung für die Tierhalter dar. Dr. Nora Hammer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Rind und Schwein (BRS), beschreibt es als „Desaster“, da die Infektionen häufig zur Aufgabe ganzer Betriebszweige führen können. Dies verdeutlicht die gravierenden Auswirkungen von Seuchenausbrüchen, die in der Vergangenheit bereits in anderen deutschen Regionen zu erleben waren.

Die Forderungen des BRS

Angesichts der unklaren Gründe für die Virusverschleppung und der unzureichenden Schutzmaßnahmen fordert der BRS ein striktes Vorgehen gegen die Ausbreitung der ASP. Hierbei wird vorgeschlagen, dass gesunde Schweine in infizierten Zonen unter bestimmten Bedingungen getötet werden dürfen, um großen Tierleid vorzubeugen und die Kontamination anderer Bestände zu verhindern. Diese Forderung trifft jedoch auf Widerstand, da das deutsche Tierschutzgesetz die Tötung von Tieren ohne „vernünftigen Grund“ verbietet. Dies zeigt die Komplexität des Themas, da sowohl Tierwohl als auch Seuchenschutz berücksichtigt werden müssen.

Tierschutz versus Seuchenprävention: Ein Dilemma

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, dass bestehende Vorschriften über die Verbringung von Tieren und das Fehlen entsprechend ausgestatteter Schlachtbetriebe zu einem Engpass führen könnten. Tierärzte und Experten warnen, dass das Überschreiten von Platzvorgaben in der Nutztierhaltung zu erheblichem Tierleid führen kann. Die Situation in Niedersachsen, wo ähnliche Probleme auftraten, dient als warnendes Beispiel für die möglichen Folgen eines Missmanagements in Krisenzeiten.

Appell an das Ministerium

Der BRS appelliert an das Bundeslandwirtschaftsministerium, die Bedenken der Tierhalter ernst zu nehmen und proaktive Lösungen zu entwickeln, um sowohl den Tierschutz als auch die Gesundheit der Bestände zu sichern. Indem man rechtzeitig Maßnahmen ergreift, könnte nicht nur die Seuche eingedämmt, sondern auch das Wohl der Tiere geschützt werden. Diese Thematik zeigt eindringlich, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Tierärzten und Behörden ist, um derartige Epidemien nachhaltig zu bewältigen.

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