Klimaschutz in Bremen: So planen wir die CO2-Reduktion bis 2030!
Bremen reduziert CO2-Ausstoß erheblich. Aktionsplan Klimaschutz 2.0 zielt auf weitere Maßnahmen für Klimaneutralität bis 2038.

Klimaschutz in Bremen: So planen wir die CO2-Reduktion bis 2030!
Eine aktuelle Bilanz aus Bremen zeigt, dass der CO2-Ausstoß im Land seit 1990 um über ein Drittel gesenkt werden konnte. Diese Erfolge werden in erster Linie dem Klimaaktionsplan und der Schließung des Steinkohlekraftwerks zugeschrieben. Der Weg zur Nachhaltigkeit bleibt jedoch steinig: Derzeit beträgt die Reduktion 33 Prozent, aber um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen, sind weitere Anstrengungen erforderlich, denn das Land strebt eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 60 Prozent im Vergleich zu 1990 an. Buten un Binnen berichtet, dass die Bremer Umweltsenatorin Henrike Müller eine umfassende Überarbeitung des Aktionsplans Klimaschutz 2.0 angekündigt hat.
Der Senat hat bereits am 1. Juli 2025 einen neuen Aktionsplan verabschiedet, der insgesamt 245 Projekte in Bremen und Bremerhaven umfasst. Diese Projekte sind auf die dringenden Handlungsfelder wie die Wärmewende, klimafreundliche Mobilität und die Sanierung öffentlicher Gebäude ausgerichtet. Besonders hervorzuheben sind die Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität, die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sowie der Ausbau von Radwegen. Die Ziele sind klar: Bremen will bis 2038 vollständig klimaneutral werden und setzt auf erneuerbare Energien, insbesondere durch Solar- und Windkraftanlagen. Die Senatspressestelle erläutert, dass die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung durch eine gezielte kommunale Wärmeplanung vorangetrieben werden soll.
Notwendige Anpassungen und Fortschritt
Ein Meilenstein in diesem Prozess stellt der Ausstieg aus der Kohleverstromung dar. Der Aktionsplan wird derzeit von einem unabhängigen Sachverständigenrat begleitet, der zur Nachverfolgung der Fortschritte mit einem Online-Tool beiträgt. Jährliche Berichte zur CO2-Entwicklung sollen die Transparenz erhöhen und die Öffentlichkeit informieren. Doch trotz dieser Entwicklungen ist klar, dass die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichen, um halbwegs den bundesweiten Vorgaben zu entsprechen. Laut neuen gesetzlichen Regelungen muss bis 2030 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 65 Prozent im Vergleich zu 1990 erfolgen. In den kommenden Jahrzehnten sollen diese Vorgaben weiter verschärft werden. Das Umweltbundesamt betont die Wichtigkeit dieser Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045.
Die aktuelle Herausforderung besteht nun darin, dass die Bürgerschaft über neue Maßnahmen und mögliche Verschärfungen entscheiden muss. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um das Ziel einer klimaneutralen Stadt zu realisieren und die notwendigen Fortschritte in der Emissionsreduktion sicherzustellen. Bremen steht vor einer Schlüsselphase, in der es gilt, die Weichen richtig zu stellen – denn jetzt kommt es darauf an, ein gutes Händchen beim Umsetzen der Klimaziele zu beweisen.