Klimawende 2026: Forderungen für echte Gerechtigkeit und Ehrlichkeit!

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Am 24.12.2025 fordert Fridays for Future echte Klimagerechtigkeit und mehr Ehrlichkeit in der deutschen Klimapolitik.

Am 24.12.2025 fordert Fridays for Future echte Klimagerechtigkeit und mehr Ehrlichkeit in der deutschen Klimapolitik.
Am 24.12.2025 fordert Fridays for Future echte Klimagerechtigkeit und mehr Ehrlichkeit in der deutschen Klimapolitik.

Klimawende 2026: Forderungen für echte Gerechtigkeit und Ehrlichkeit!

Was sind die Weihnachtswünsche der Klimaschützer? Anlässlich der bevorstehenden Festtage hat die Bewegung Fridays for Future am 21. Dezember eine eindringliche Wunschliste veröffentlicht. Darin finden sich grundlegende Forderungen, wie das Verbot von Gasbohrungen vor Borkum und der generelle Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Auch die Notwendigkeit echter Klimagerechtigkeit und eine Übernahme von Verantwortung für zukünftige Generationen stehen im Fokus. Diese Punkte erweitern die Diskussion, die in der Klimapolitik der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) bislang eher selten auf der Agenda steht, wie fr.de berichtet.

Die Situation ist alarmierend: Laut einer UN-Prognose steuert die Welt auf eine Erderwärmung von 2,8 Grad bis Ende des Jahrhunderts zu, das 1,5-Grad-Ziel wird voraussichtlich innerhalb des nächsten Jahrzehnts verfehlt. Experten wie Niklas Höhne vom NewClimate Institute und Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) fordern mehr Ehrlichkeit und weniger Populismus in der Klimapolitik, sowie den Abbau umweltschädlicher Subventionen, etwa das Dienstwagenprivileg und das Dieselprivileg. Darüber hinaus wird ein langfristig planbarer Anstieg der CO₂-Bepreisung vorgeschlagen, um sozial schwache Haushalte gezielt zu unterstützen und Unternehmen, die CO₂-frei wirtschaften möchten, zu fördern.

Die Wissenschaft als Ratgeber

Um die Herausforderungen des Klimawandels gezielt anzugehen, spielen wissenschaftliche Studien eine Schlüsselrolle. Eine aktuelle Modellstudie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat die Auswirkungen einer CO₂-Bepreisung mit Rückverteilung analysiert. Dieses Forschungsprojekt zeigt auf, dass ein global einheitlicher oder differenzierter CO₂-Preis, verbunden mit finanziellen Rückvergütungen für ärmere Länder, positive Effekte auf das Klima sowie die ökonomische Ungleichheit haben könnte. Der Co-Autor der Studie, Simon Feindt, hebt hervor, dass die Kosten des Klimawandels vor allem ärmere Bevölkerungsschichten stärker belasten. Die Einnahmen der CO₂-Bepreisung könnten zur Entlastung dieser Gruppen eingesetzt werden, um die soziale Akzeptanz für eine effektive Klimapolitik zu erhöhen, wie deutschesklimaportal.de erklärt.

Darüber hinaus hat eine neue Studie, die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) erstellt wurde, untersucht, wie sich steigende Energiepreise auf die Energienachfrage auswirken und welche Aspekte der Klimapolitik insgesamt verbessert werden sollten. Die Analyse zeigt, dass die staatlich bestimmten Teile der Energiepreise, wie Steuern und Netzentgelte, entscheidend sind, um Treibhausgasemissionen zu senken. Besonders in den Sektoren Gebäude, Verkehr und Industrie könnten diese Maßnahmen signifikante Einsparungen ermöglichen. Die Notwendigkeit, einkommensschwache Haushalte vor den negativen Auswirkungen hoher Energiepreise zu schützen, wird dabei ebenfalls betont.

Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

In der Diskussion um die Zukunft der deutschen Klimapolitik wird deutlich, dass effektiver Klimaschutz mehr als nur die CO₂-Bepreisung erfordert. Ein umfassender Ansatz könnte die Klimaziele Deutschlands endlich erreichbar machen. Dies beinhaltet unter anderem die Reformierung der staatlich bestimmten Bestandteile von Energie- und Strompreisen sowie den Ausbau von Infrastrukturen und gezielte Hilfen für einkommensschwache Haushalte, um soziale Härten zu vermeiden. Ein solches Vorgehen ist notwendig, um den Herausforderungen der Klimakrise wirksam zu begegnen und gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt zu wahren, wie umweltbundesamt.de festhält.